Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Davon rede ich...

Xenia, Monday, 19.01.2004, 00:13 (vor 8054 Tagen) @ Daddeldu

Als Antwort auf: Der Feminismus meinte das Private sei politisch von Daddeldu am 18. Januar 2004 18:34:36:

>Womit hat denn der Feminismus recht?
Zum Beispiel damit, dass Privat kein rechtsfreier Raum ist.

Das Private war noch nie rechtsfreier Raum, jedenfalls seit es so etwas wie Recht gibt. Das Privatrecht, insbesondere das Familien- und Erbrecht, entwickelte sich lange vor dem öffentlichen Recht, es ist schon sehr, sehr alt.

Gutes Beispiel, gerade das Erbrecht war sehr lange nicht einheitlich geregelt, sondern oblag der (Miss-)Gunst des Erblassers (sprich: Er-blasser ;-)). Mit "das Private ist kein rechtsfreier Raum" meinte ich, dass dieser raum sehr sehr lange nicht dem öffentlichen Recht unterlag. Stichwort: Vergewaltigung in der Ehe.

Von daher brauchten Feministinnen gar nicht zu fordern, dass das Private kein rechtsfreier Raum sein solle, und haben es auch nicht getan.

Ja also bitte sehr, wer ist hier jetzt die Feministin - du oder ich?

Der feministische Slogan, mit dem Du das offensichtlich verwechselt hast lautete:
"Das Private ist politisch!"

Noi, das meinte ich damit, aber da ich weiß, wie allergisch manche darauf reagieren, habe ich es lieber gleich so formuliert, wie es gemeint ist.

Damit aber hatte der Feminismus fatal unrecht.

Find ich nicht.

P. S.: Damit liegt der Ball wieder auf Deiner Seite: Womit hatte der Feminismus denn recht? Neuer Versuch bitte.

Zum Beispiel damit, dass das Geschlecht eine größere Rolle spielt, als die Leistung.

Gruß, Xenia


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