Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: zu de facto..

XRay, Wednesday, 14.01.2004, 23:36 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

..die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.

---------
Daraus soll ich wohl folgende Botschaften lesen:
1. Im Erwerbsleben eine Rolle zu spielen ist ein Vorteil
2. Dass Frauen dort eine geringere Rolle spielen, liegt nicht an den Frauen selbst.
3. Das System ist von Männern geschaffen.

Zu 1.
ich bin überzeugt, dass Männer durchaus gerne mit Frauen tauschen würden,
wenn sie die Auswahl hätten. Männer haben aber nicht die Wahl, bzw.
sind oder wären nicht gut beraten den Hausmann zu spielen.
Im Fall einer Scheidung würden sie in der Regel nicht die Kinder zugesprochen bekommen, es sei denn Mutter lässt das zu. Und es würde sie
eine Unterhaltspflicht treffen, die sie nur als Erwerbstätige leisten könnten. Also muss für Männer Erwerbstätigkeit im Vordergrund stehen.
Für Frauen ist das anders. Es wird Wert darauf gelegt, dass Frauen
sich frei entscheiden können.....
Eine Rolle im Erwerbsleben ein Vorteil? Zweifel sind angebracht.

zu 2.
aus 1 folgt, dass es in der Mehrzahl Frauen sind, die Familienarbeit
leisten. Dies das zum Teil von vornherein so wollen, sich jedenfalls
relativ beliebig entscheiden können und wollen. Wenn sie sich dann
zunächst für Erwerbstätigkeit entscheiden, haben sie oft im Hinterkopf
später die Familienarbeit zu übernehmen und engagieren sich entsprechend
weniger. Vielleicht entscheiden sie sich dann auch für einen Zuverdienst.
Lebenslänglich den Brötchenbeschaffer zu spielen reizt Frauen nicht
unbedingt. Sie verwirklichen sich lieber in Berufen, die Spass machen,
auch wenn da vielleicht nicht so viel verdient werden kann...
Ich sage nicht, dass Frauen nicht könnten. Die Frage ist, ob es
Frauen tatsächlich wollen.
Es liegt nicht an den Frauen? Vielleicht doch.

zu 3.
Das Patriarchat (im Grunde bedeutete das, dass die Vererbung jeweils
nur auf die Söhne erfolgt) existiert nicht. UNSERE heutige Gesellschaft
ist das Ergebnis langer Entwicklung zu der beide Geschlechter gleichermassen beigetragen haben.
Klar, den Eindruck, dass Männer die Welt regieren, kann ich nicht von
der Hand weisen. Es ist aber letztlich nur ein Eindurck.
An unseren Gesetzen siehst du, dass die Intressen von Frauen
stärker wiegen und gewogen haben, als die von Männern.
Wie mir sogar das Feministerium (BMFSFJ) schwarz auf weiss mitteilte,
gibt es heute keine Benachteiligung von Frauen per Gesetz mehr.
Das sieht bei Männern aber doch noch ganz deutlich anders aus.
Bekannteste Beispiele: Wehrpflicht, Sorgerecht
Und ... es wird nicht weniger, sondern mehr, dank Quotenwahn und
Frauengleichstellungshysterie.
Übrigens verrät schon der Ausdruck Frauengleichstellung, dass das mit
Gleichheit nix zu tun hat. Und Frauenbevorzugung gibt es auch nicht erst
seit gestern. "Frauen und Kinder zuerst" ist so alt wie Asbach.
Vielleicht liest du dazu mal meinen Beitrag "Gleichstellung - so geht das"

Von Männern gemacht? Vordergründig vielleicht.


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