Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Warum ihr falsch liegt

Realist, Wednesday, 14.01.2004, 22:52 (vor 8058 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Warum ihr falsch liegt von Horst am 14. Januar 2004 16:30:21:

Vorab, meine Frau hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht, ich hätte ja nie hier reingeschaut...aus dem einfachen Grund, weil ich mich NICHT benachteiligt fühle.
Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle. Von Beruf Geologe (Energiefachmann), verheiratet, ein Kind. Hobbies: Reisen, Fotografieren, Kochen (gerne asiatisch).
Die hier vielfach aufgestellte Annahme, Gleichberechtigung müsse immer durch die Staatsgewalt hergestellt werden, ist IMO falsch. Es ist durchaus ein Gleichgewicht möglich, sofern mann nur will. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, schliesslich ist meine Frau eine Feministin und bekennende Domna. Die meisten von euch werden jetzt entrüstet die Nase rümpfen. Ich möchte euch aber kurz erklären, warum ich mich in dieser Beziehung wohlfühle.
Meistens ist es ja so, dass der Mann müde von der Arbeit nach Hause kommt und seine Pflicht hiermit als erledigt ansieht. Bei uns wird die Haus- arbeit gemeinsam erledigt. Wir putzen z.B. gemeinsam, kochen abwechselnd usw. Gleichberechtiung muss gelebt und nicht festgeschrieben werden!
Der Rollentausch ist dabei eine vorzügliche Möglichkeit, die Beziehung gleichberechtigt zu leben. Ich wundere mich immer wieder, wie sich Menschen gegenseitig das Leben schwermachen, weil sie DAS (=den Rollentausch) nicht können (wollen).
Ein anderer Kritikpunkt bezieht sich auf die Behauptung, Männer seien heutzutage benachteiligt. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Es mag zwar einzelne Bereiche geben, in denen der Gesetzgeber quasi kompensatorisch tätig geworden ist, das aber nur, weil die de-facto-Benachteiligung der Frau aus der Gesellschaft mit gutem Zureden einfach nicht wegzubekommen ist. Im Erwerbsleben spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle, was sicher nicht auf manglende Fähigkeiten zurückzuführen ist, sondern systemimmanent ist.
Frauen werden praktisch nur geduldet, wobei ihr Verhalten von Männern stets argwöhnisch beobachtet wird. Verhält sie sich im Sinne der Männer, hat sie etwas Freiheit, ansonsten gute Nacht mit Aufstiegs-
möglichkeiten. Frauen werden praktisch als Autorität gar nicht respektiert, und zwar von beiden Geschlechtern. Männliche Geilheit dagegen darf (fast) alles. Wagt es eine Frau, dagegen aufzubegehren, wird sie als Mannweib oder pervers oder spinnert beschimpft.
Zusammenfassend muss ein Umdenken stattfinden (=Revolution im Kopf) damit sich nachhaltig etwas ändert. Eine Bewusstseinsänderung ist dringend erforderlich, das gilt auch für das (patriarchale) Geldsystem.
Ich hoffe, euch damit nicht zu sehr vor den Kopf gestossen zu haben und verbleibe
mit skeptischen
Grüssen
Horst

Aus Deiner Argumentation spricht die Unlogik einer Frau! Horst heißt Du sicherlich nur mit Nachnamen!

MfG
Realist


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