Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: / Zur Abtreibungsfrage

Ferdi, Thursday, 11.09.2003, 15:04 (vor 8183 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: / Zur Abtreibungsfrage von Lars am 11. September 2003 10:40:54:

Hallo Lars!

Ich wollte jetzt auch nicht eine neue Debatte zur Abtreibungsfrage lostreten, sondern nur ein Beispiel anführen, welch kolossale Wirkung Bilder mit der richtigen Aussage haben können. Ich erinnere nur an die Plakate, mit denen die Grünen bei der letzten Wahl geworben haben, wo eine auf einem Sofa sich räkelnde Frau ihre Füsse auf dem Rücken eines Mannes hat, oder die Werbung von MTV für eine gewaltverherrlichende Sendung, auf dem Bild trat eine Frau einem Mann, der mit dem Rücken zur Wand stand, voll zwischen die Beine.

Wenn man solche Bilder mit einer so eindringlichen Aussage auch dafür einsetzt, auf die himmelschreiende Ungerechtigkeit bei der Behandlung von Männern aufmerksam zu machen, erreicht man unter Umständen mehr, als mit langatmigen Texten, deren Lektüre nur ermüdet. Zum Thema Männerwehrpflicht könnte ich mir zum Beispiel eine Bildcollage vorstellen, auf der einerseits die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen bei einer Rede über den Einsatz deutscher Soldaten in wer weiss was für fremden Ländern zu sehen ist, und einmontiert schwerverletzte, blutüberströmte Soldaten aus irgendeinem Konflikt gezeigt werden. Oder eine elegant gekleidete Politikerin lässt sich darüber aus, dass die Männerwehrpflicht ein Ausgleich dafür sei, dass Frauen Kinder in die Welt setzen. Hier wäre ein schlammbesudelter Wehrpflichtiger in einem Dreckloch einer todschick gekleideten Mutter entgegenzusetzen, die sich auf einer Spielplatz-Bank sonnt wie am Strand von Valencia, während ihr Kind friedlich mit anderen spielt.

Leider habe ich kein Händchen dafür so etwas herzustellen, mir fehlt dafür auch ein brauchbares Bildbearbeitungsprogramm, aber ich könnte mir vorstellen, dass solche Collagen entsprechende Wirkungen auf der Gegenseite haben. Es ist zwar eine Bildzeitungsmethode, aber diese Methoden sind ja bekanntlich die besten. Sonst würden sie von den einschlägigen Boulevardblättern nicht verwendet.

Gruss,
Ferdi


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