Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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/ Zur Abtreibungsfrage

Lars, Thursday, 11.09.2003, 13:40 (vor 8183 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Anklage ist die beste Verteidigung von Ferdi am 10. September 2003 21:14:58:

Das wirkt. In der Abtreibungsdebatte haben Bilder von zerhackten, blutigen Föten und Embryos eine ganz enorme Wirkung. Manchen Radfems schmeckt dann das Frühstück nicht mehr, man stelle sich das vor! Das ist ausbaufähig.
Gruss,
Ferdi

Wobei ich in der Abtreibungsfrage allerdings vergleichsweise dicht bei den Feminististinnen bin: Die Bilder der abgetriebenen Embyonen sehen natürlich schlimm aus, aber das Leben einer unvorbereiteten alleinerziehenden Mutter und eines ungewollten Kindes (am besten noch in finanziell prekären Verhältnissen) kann auch ein Schrecken ohne Ende sein (zumal ich einen Embrio noch nicht als Mensch gelten lassen würde). Bevor man Abtreibung wieder unter Strafe stellt, sollte man zuerst über die Situation von jungen, alleinerziehenden Müttern (bei denen KEIN Unterhaltsvater greifbar ist und bei denen die ungewollte Babypause Jugend und Ausbildung verhagelt) sowie von ungewollten Kindern diskutieren.

Manchen radikalen Abtreibungsgegnern ist tatsächlich vorzuhalten, daß sie sich mehr für das ungeborene als für das geborene Leben interessieren, und daß es sich leicht moralisieren läßt, wenn man gewiß sein kann, daß man die Folgen dieser rigorosen Moral selber nie ausbaden müssen wird. (Daß Männer hier auch betroffen sein, ist sehr theoretisch: Die Abtreibungsfrage stellt sich doch nicht in Beziehungen, sondern eher dort, wo der biologische Vater "über alle Berge" ist.)


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