Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männertod durch Gender Mainstreaming

Odin, Monday, 08.09.2003, 21:20 (vor 8185 Tagen)

Frauenpolitik

Männertod durch Gender Mainstreaming

Wie feministische Frauenpolitik noch unangreifbarer werden konnte als sozialistische Sozialpolitik
von Naomi Braun-Ferenczi

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So viel lässt sich aus den offiziellen Statements jedenfalls herausfiltern: GM heißt, dass jedes Gesetz, jede Maßnahme, jede Entscheidung einer Prüfung unterzogen werden soll, ob sie im Verhältnis der Geschlechter irgendwie geartete Ungleichheiten zur Folge haben könnte. Ausdrücklich geht es darum, proaktiv Ungleichheitspotenziale aufzuspüren, entsprechende Statistiken zu führen oder durch "wissenschaftliche" Untersuchungen Gleichstellungsbedarf zu ermitteln. Vom Erbringen dieser Leistungen sollen Genehmigungen oder die Bewilligung staatlicher Förderung abhängig gemacht werden.
Das Ziel, eine Gesellschaft in dieser Weise flächendeckend durch ein einheitliches Gestaltungsprinzip umzukrempeln, kennen wir von den totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts. Sie sind das Gegenteil zu einer liberalen Staatsauffassung, gemäß der sich die Menschen in ihrem gesellschaftlichen Dasein frei entfalten können.

Totalitär
Die Frauenbewegung hat Öffentlichkeit und Politik inzwischen europaweit erfolgreich mit der Botschaft konditioniert, dass der größte und ungerechteste Unterschied in unserer Gesellschaft sich auf das Geschlecht bezieht. Arm und reich, alt und jung, gebildet oder ungebildet, all diese Unterschiede sind allenfalls noch unter dem Vorzeichen der Gender-Debatte wahrzunehmen.
Frauen ist es mittlerweile auch gelungen, in einem weit über ihrem prozen-
tualen Anteil an den Parteirnitgliedern liegenden Ausmaß in allen Parteien
politische Ämter zu besetzen und dabei das Themenfeld Frauen- und Familienpolitik für sich zu monopolisieren. Für die Funktionärinnen der Frauenpolitik gilt es, immer neue geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu finden, zu lancieren und zu skandalisieren.
Umgesetzt wird diese Politik von Spezialistinnen der Bürokratie, der Ausschüsse des Parlaments und der Verbände. Die Bürokratien in Bund, Ländern und die Stadtverwaltungen sind flächendeckend in ihrem Sinne umorganisiert worden. Es gibt eine inzwischen völlig selbstverständliche "Zuständigkeit" der Frauenpolitik für die Fragen beider Geschlechter. Wenn von der Familie die Rede ist, geht es hauptsächlich um die "Vereinbarkeit" von Beruf und Familie für Frauen. Frauenpolitik, so wird impliziert, ist also automatisch auch gut für Kinder, jugendliche und Senioren. Frauenpolitik wurde damit für jeden sichtbar institutionalisiert und erschließt sich immer neue Aufgabenbereiche für Beschäftigte und bürokratische Lobbyistinnen mit fachlich und biographisch verengtem Horizont.

Rund 100 Lehrstühle für Frauenforschung oder Gender-Studies gibt es, aber keinen einzigen für Männerforschung. In den Medien sind Frauen heutzutage im Verhältnis von etwa 3 zu 1 überrepräsentiert. Kein Wunder, dass die Entdeckungen neuer Benachteiligungen kein Ende nehmen. Und wenn für die Gegenwart mal nichts gefunden wird, dann muss die schlimme Vergangenheit herhalten, weshalb jetzt eine Art intergenerationeller Täter-Opfer-Ausgleich nötig sei, für den die Männer von heute für Tausende vonjahren des Patriarchats büßen müssen.

Fakten stören
Da sind Fakten natürlich nur störend, die nicht für die Rechtfertigung von GM herangezogen werden können. Frauengewalt scheint es nicht zu geben, obwohl nach allen wissenschaftlichen Statistiken Männer, männliche jungen und Senioren im gleichen Ausmaß, sowohl was Quantität als auch Qualität häuslicher Gewalt angeht, Opfer von Frauen sind wie umgekehrt. Aber das stand doch fast nie in der Zeitung? Stimmt: Extrem aufgebauschte Horrorzahlen über ausschließlich weibliche Opfer haben einfach mehr Sex-Appeal. Männer sind nicht nur am oberen, sondern auch am unteren Rand der Gesellschaft unter sich und sterben sieben Jahre früher. Frauen dürfen zur Bundeswehr, Männer müssen. Unterrn Strich füllen Männer die staatlichen Rentenkassen, Frauen leeren sie.
Heute ist Frauenpolitik als überparteilicher Konsens fest verankert. Während Maßnahmen gegen soziale Chancen-Ungleichheiten stets gegen andere Interessengruppen durchgesetzt werden mussten, gab es gegen Frauenpolitik seit den 70er Jahren keinen parteipolitischen Widerstand mehr. Männerpolitik gibt es überhaupt nicht.
Gender-Politik ist in der Praxis reine Frauenpolitik und Gender-Forschung ist nichts anderes als Frauenforschung.
Mit GM wird die Frauenpolitik ganz offiziell aus dem für die Demokratie kennzeichnenden Pluralismus der Interessenartikulation und der politischen Willensbildung ausgenommen. Nicht nur alles staatliche Handeln, sondern auch die Freiräume der privaten Selbstverwirklichung sollen nun unter die Diktatur der Gender-Politik gezwungen werden.

Unverhohlene Drohungen
Die Infrastruktur für diese Zielsetzung ist längst vorhanden. Flächendeckend gibt es bereits die Gleichstellungsbeauftragten und die Netzwerke ihrer informellen Informantinnen. Unverhohlenen Drohungen im Zusammenhang mit GM gegen Chefs, Unternehmer, Behördenleiter und Vorgesetzte aller Art werden von einer Avantgarde aus Aktivistinnen und Expertinnen vorgenommen. Als Sanktionsmittel dienen für den Anfang die Kürzung von Fördermitteln, eine restriktive Vergabepraxis öffentlicher Aufträge, negative dienstliche Beurteilungen und öffentliche Brandmarkung. Oft genügt allein das Klima der Angst, der Denunziation und des unausgesprochenen Verdachts, um Widerstand im Keim zu ersticken. So geschehen auch bei einem deutschen Jura-Professor, der offenbar auf Druck von höchster Stelle hin einen genderkritischen Artikel von seiner Website nehmen musste und dem ich für meinen Beitrag wertvolle Anregungen verdanke. Um seinen Job nicht zu gefährden, muss ich ihn namentlich unerwähnt lassen. So weit sind wir schon wieder!

Propaganda
Totalitarismus lebt von Propaganda und Erziehung. Und die ferninistische Umerziehung zeitigt bereits erste Erfolge, wenn man sieht, wie das Fernsehen Männer bereits als Bösewichter oder Vollidioten inszeniert, mit denen die guten weiblichen Heldinnen, Kommissarinnen und Fantasy-Idole unserer Tage ungestraft nach Beheben umspringen. Frauengewalt gegen Männer wird in den Medien kritiklos ästhetisiert. Als hirnloses Material ohne Schmerzempfinden werden Männer massenweise entsorgt. Und Emma triumphiert bei jedem abgeschnittenen Penis. Wir sind sogar schon so weit, dass brutale Gewalt gegen Männer als verkaufsfördernd gilt, wie Werbespots von lkea und eSixt zeigen. Und auch der ideologische Nachschub ist bestens organisiert, wenn man sich die Curricula der künftigen Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen anschaut, in denen jungen nur als zu domestizierende Störfaktoren vorkommen, weil weiblich und normal identifiziert werden. Umgekehrt werden heute nur noch Mädchen geschützt und gefördert, egal, ob sie auf einem Gebiet schlechter abschneiden (dann muss man Benachteiligung ausgleichen) oder besser (dann sind sie eben begabter und konzentrierter).
Für seine totalitären Ziele braucht man auch die Büttel in Polizei und Justiz, die die Drecksarbeit leisten. Hierzu empfiehlt sich die Lektüre der Begründung zum Gewaltschutzgesetz, mit dem der Rechtsstaat im Interesse von Frauen suspendiert wurde. Oder den dazu passenden Aktionsplan der Bundesregierung zur Aufrüstung der öffentlichen Meinung und zur Gehirnwäsche der Experten in Polizei, Justiz und Sozialbehörden. Die neuen polizeilichen. Dienstanweisungen und die Flut der teils amtlichen, teils von steuerfinanzierten Verbänden und Initiativen verteilten Flugblätter und Broschüren sprechen eine eindeutige Sprache. Unschuldige Scheidungsopfer oder Männer, die zu Unrecht wegen Gender-Delikten einsitzen, bevölkern bereits heute in Scharen Gefängnisse, Obdachlosenheime und Friedhöfe. Es scheint, dass das Ziel der lkone der Frauenbewegung, Valerie Solanas, ausgedrückt im "Manifest zur Vernichtung der Männer", in greifbare Nähe rückt. Solanas wollte seinerzeit selbst schon mal den Anfang machen und schoss Andy Warhol über den Haufen.RecherchierenSieselbstimInternet, welche deutschen Politikerinnen Solanas' Manifest "witzig" und "brilliant" finden!

Naomi Braun-Ferenczi:
Jg. 1976, finanzierte ihr Jura-Studium als Nachtmodell. Sie bezeichnet sich als "individualistische Feministin" und "emanzipierte Maskulistin".

Entnommen aus "eigentümlich frei"
Aktuelle Ausgabe noch am Bahnhofskiosk erhältlich und absolut empfehlenswert. Weitere Artikel zu dem Thema:

"Frauen jammern, Männer arbeiten" - Über das Verhältnis der Geschlechter. Ein Interview von Arne Hoffmann ("Sind Frauen besser Menschen?" Schwarzkopf Schwarzkopf-Verlag) mit Martin van Creveld ("Das bevorzugte Geschlecht" Akademie-Verlag).

Neue soziale Bewegung - Die Männerbewegung schlägt zurück. Von Arne Hoffmann


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