Re: Was tun? - Thesen zur Strategie einer möglichen Männerrechtsbewegung
Als Antwort auf: Re: Was tun? - Thesen zur Strategie einer möglichen Männerrechtsbewegung von Arne Hoffmann am 10. August 2003 14:49:48:
2.1 In der Frage wie weitgehend und wie grundsätzlich die Kritik am Feminismus sein soll/darf, sollte es vorerst keine Festlegung (also auch keinen Versuch einer Festlegung) geben, außer der, daß ein EINDEUTIGER "Die-Frauen-gehören-zurück-an-den-Herd"-Standpunkt im Rahmen einer auf wirkliche Gleichberechtigung abzielenden Männerrechtsbewegung nicht akzeptabel ist. (Früher oder später würden solche Stammtisch-Machos natürlich auch zur Männerechtsbewegung stoßen wollen.)
Hier verstehe ich nicht ganz, warum du "eindeutiger" groß geschrieben hast. Ein zweideutiger schon? Ich zumindest kenne niemanden in der Männerbewegung, der einen "Die-Frauen-gehören-zurück-an-den-Herd"-Standpunkt vertritt und hielte das auch für idiotisch. Trotz dem Wunsch, Aufspaltungen zu umgehen, finde ich, wir sollten uns wenigstens den Minimalkonsens leisten, nicht zurück in die fünfziger Jahre zu wollen.
Der Minimalkonsens sollte heißen, dass Frau auch arbeiten gehen muss. Aber da hast Du dann Krach mit den meisten Frauen, die gar nicht wollen. Siehe die Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung [link=http://www.kas.de/db_files/dokumente/zukunftsforum_politik/7_dokument_dok_pdf_1088_1.pdf" target="_top]http://www.kas.de/db_files/dokumente/zukunftsforum_politik/7_dokument_dok_pdf_1088_1.pdf[/link]
und meine Zusammenfassung derselben:
[link=http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/8772.htm" target="_top]http://f27.parsimony.net/forum66387/messages/8772.htm[/link]
Hier steckt auch viel Zündstoff drin wie geht Mann damit um, dass 80% der Frauen nicht an einem Mann interessiert sind, der interessant und achtbar ist, aber ohne Macht?
2.2 Allgemeinpolitische Fragen, also solche wesentlich über die Frage der Geschlechtergerechtigkeit hinausgehen (z. B. allgemeine Wirtschafts- und Sozial-Politik; Außenpolitik; Innerer Sichheit / Bürgerrechte ect.) sollten tunlichst ausgeklmmert (bzw. explizit als "off-topic" diskutiert) werden, um sowas wie CDU-, FDP-, SPD-, Grünen-Flügel innerhalb der Männerrechtsbewegung zu vermeiden. (Auch der Feminismus hatte sich erst dann in der Gesellschaft durchgesetzt, als er seine ursprüngliche Bindung an die Linke stark relativiert hatte und dadurch auch für CDU- und FDP-Wählerinnen und bloße Karrierefrauen interessant wurde!)
Der Feminismus hatte von Anfang an den Vorteil, dass er gesellschaftliche Vorurteile aufgreifen konnte, die tief in Mann und Frau verwurzelt waren. Auch ist es definitiv falsch zu glauben, die linken Ideologismen wären nicht bis weit nach Rechtsaußen mehrheitsfähig (Beispiele: Böser weißer Mann, Industrie schafft nicht Wohlstand sondern Elend, alles hier ist finstere Ausbeutung, die Umwelt ist am Ende, usw.)
4. Mann muß die Diskussion "nach draußen" suchen, sollte dabei aber darauf achten, daß sich die Debatten nicht abstrakt um für oder gegen Feminismus drehen (da sind nämlich Mißverständnisse vorprogrammiert und damit auch die Möglichkeit für Feministinnen, ihre Kritiker entweder einfach in die "frauenfeindliche" Ecke zu stellen oder sich in verschwommenes Theorie-Kaudawelsch zu flüchten); stattdessen sollten in moderatem Ton Diskussionen über ganz anschauliche Ungerechtigkeiten geführt werden - und zwar OHNE dann nahtlos zu allgemeiner Feminismuskritik überzuleiten (und damit anwesenden Feministinnen Gelegenheit zu Polemik und Gender-Geschwalle zu geben); die generellen feminismus-kritischen Schlußfolderungen werden die Zuhörer nach MEHREREN solchen Beispielen VON SELBER ziehen!
Richtig: entweder das, oder diese Schlussfolgerungen werden einfach überflüssig.
D. h. anstatt die feministische Diskurs-Hegemonie frontal anzugreifen und damit als "Frauenfeind" abstempelbar zu werden, sollte man sie erstmal durch lauter Einzel-Punkt-Diskussionen - die sich für sich genommen eben nicht mehr so einfach unterbinden lassen) untergraben.
Das halte ich letztlich auch für sinnvoller, selbst wenn sich einem Feminismus-Kritik manchmal geradezu aufdrängt.
Wäre es nicht sinnvoll, insbesondere die Jugendlichen aufzuklären: Düsseldorfer Tabelle, Scheidungsurteile, Lebenserwartung usw. Ggf. 1x jährlich eine zentrale Flugblattaktion? Faktisch laufen viele noch ins offene Messer.
Gruß Anabasis
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Lars,
10.08.2003, 15:16
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Arne Hoffmann,
10.08.2003, 17:49
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Norbert,
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- Re: Männergesundheit - Anabasis, 18.08.2003, 02:22
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Norbert,
18.08.2003, 01:49
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16.08.2003, 20:53
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