Re: Was tun? - Thesen zur Strategie einer möglichen Männerrechtsbewegung
Als Antwort auf: Was tun? - Thesen zur Strategie einer möglichen Männerrechtsbewegung von Lars am 10. August 2003 12:16:51:
Hi Lars 
Ich finde, die Frage, was man gegen die feministischen Mißstände in immer mehr Bereichen der Gesellschaft tun kann, ist in diesem Forum bisher immer etwas zu kurz gekommen.
Finde ich auch. Freut mich, dass du dich da mal zu Wort meldest.
2. Da die Männerechtsbewegung im Augenblick sehr klein ist, sollten "Spalter-Diskussionen" vorerst vermieden werden und stattdessen auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners gehandelt werden.
Sehe ich prinzipiell ähnlich. In der Realität werden sich Spalter-Diskussionen wohl nicht vermeiden lassen, aber man sollte sich das wenigstens zum Ziel nehmen.
2.1 In der Frage wie weitgehend und wie grundsätzlich die Kritik am Feminismus sein soll/darf, sollte es vorerst keine Festlegung (also auch keinen Versuch einer Festlegung) geben, außer der, daß ein EINDEUTIGER "Die-Frauen-gehören-zurück-an-den-Herd"-Standpunkt im Rahmen einer auf wirkliche Gleichberechtigung abzielenden Männerrechtsbewegung nicht akzeptabel ist. (Früher oder später würden solche Stammtisch-Machos natürlich auch zur Männerechtsbewegung stoßen wollen.)
Hier verstehe ich nicht ganz, warum du "eindeutiger" groß geschrieben hast. Ein zweideutiger schon? Ich zumindest kenne niemanden in der Männerbewegung, der einen "Die-Frauen-gehören-zurück-an-den-Herd"-Standpunkt vertritt und hielte das auch für idiotisch. Trotz dem Wunsch, Aufspaltungen zu umgehen, finde ich, wir sollten uns wenigstens den Minimalkonsens leisten, nicht zurück in die fünfziger Jahre zu wollen.
2.2 Allgemeinpolitische Fragen, also solche wesentlich über die Frage der Geschlechtergerechtigkeit hinausgehen (z. B. allgemeine Wirtschafts- und Sozial-Politik; Außenpolitik; Innerer Sichheit / Bürgerrechte ect.) sollten tunlichst ausgeklmmert (bzw. explizit als "off-topic" diskutiert) werden, um sowas wie CDU-, FDP-, SPD-, Grünen-Flügel innerhalb der Männerrechtsbewegung zu vermeiden. (Auch der Feminismus hatte sich erst dann in der Gesellschaft durchgesetzt, als er seine ursprüngliche Bindung an die Linke stark relativiert hatte und dadurch auch für CDU- und FDP-Wählerinnen und bloße Karrierefrauen interessant wurde!) - Ausgeschlossen werden sollten lediglich EINDEUTIG radikale und antidemokratische, totalitäre Kräfte.
Hier habe ich dasselbe Problem. Wollen wir vage antidemokratische, totalitäre Kräfte zulassen, solange sie nur nicht "eindeutig" sind?
3. Die Männerrechtsbewegung sollte sich in ihrer Kritik am Feminismus eine Reihe von sehr konkreten Kernpunkten offensichtlicher feministischer Einseitigkeit, Doppelmoral und Männerfeindlichkeit konzentrieren und sich dabei auch auf ein paar prägnante Leitbegriffe und -Formulierungen verständigen, um sich auf diese Weise der Öffentlichkeit besser einzuprägen.
Jetzt hätte ich fast eingewandt, dass sich eine Männerbewegung IMHO nicht durch Kritik an einer bestimmten Ideologie auszeichnen soll (so berechtigt diese Kritik auch sein mag), sondern durch positive Bestrebungen nach Verbesserung ("was wollen wir" statt "was wollen wir nicht"), aber da schreibst du´s ja auch schon selbst:
4. Mann muß die Diskussion "nach draußen" suchen, sollte dabei aber darauf achten, daß sich die Debatten nicht abstrakt um für oder gegen Feminismus drehen (da sind nämlich Mißverständnisse vorprogrammiert und damit auch die Möglichkeit für Feministinnen, ihre Kritiker entweder einfach in die "frauenfeindliche" Ecke zu stellen oder sich in verschwommenes Theorie-Kaudawelsch zu flüchten); stattdessen sollten in moderatem Ton Diskussionen über ganz anschauliche Ungerechtigkeiten geführt werden - und zwar OHNE dann nahtlos zu allgemeiner Feminismuskritik überzuleiten (und damit anwesenden Feministinnen Gelegenheit zu Polemik und Gender-Geschwalle zu geben); die generellen feminismus-kritischen Schlußfolderungen werden die Zuhörer nach MEHREREN solchen Beispielen VON SELBER ziehen!
Richtig: entweder das, oder diese Schlussfolgerungen werden einfach überflüssig.
D. h. anstatt die feministische Diskurs-Hegemonie frontal anzugreifen und damit als "Frauenfeind" abstempelbar zu werden, sollte man sie erstmal durch lauter Einzel-Punkt-Diskussionen - die sich für sich genommen eben nicht mehr so einfach unterbinden lassen) untergraben.
Das halte ich letztlich auch für sinnvoller, selbst wenn sich einem Feminismus-Kritik manchmal geradezu aufdrängt.
Herzlicher Gruß
Arne
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Lars,
10.08.2003, 15:16
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- Re: Was tun? - Thesen zur Strategie einer möglichen Männerrechtsbewegung - Manfred, 11.08.2003, 14:46
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Norbert,
18.08.2003, 01:49
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16.08.2003, 20:53
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