Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Eine provokante These, wie der F überwunden werden kann

Damian, Saturday, 23.11.2002, 22:39 (vor 8473 Tagen)

In diesem Forum herrscht weitgehend Einigkeit, dass der Feminismus entschieden zu weit gegangen ist und anfangs berechtigte Benachteiligungen der Frauen nicht nur beseitigt hat, sondern mit immer absurderen Forderungen die Frauen immer mehr bevorteilt und die Männer zu niederträchtigen Tyrannen erklärt hat. Die Männer sind nach gängiger Meinung die Täter, die Frauen die Opfer. Primär geht es um Macht, finanzielle Macht. Die meisten Frauen hassen Männer nicht, aber sie stimmen dem Mainstream des Feminismus weitgehend zu. Soweit so gut, naja, weniger gut.

Das ist Gegenwart und Vergangenheit. Wie aber sieht zu Zukunft aus?
Wird der Feminismus wie ein Supertanker nicht so einfach zu stoppen sein und immer weiter über das Ziel hinausschiessen?
Können Männer etwas dagegen tun oder sollten sie warten, bis die Feministinnen sich mit ihren eigenen Waffen schlagen?
Demnächst einige Thesen, wie Männer auf die Bedrohung Feminismus reagieren können. Heute behandle ich These 1
(die Übertreibung)

Der Trend des Feminismus ist ungebrochen. Wenn auch hier gilt "the trend is your friend" müsste der Feminismus also weiter seinen absurden Weg gehen
Bevor sich etwas ändert, müsste es einen heilsamen Schock geben. Will heissen, es muss zu krassen Übertreibungen kommen. Erst dann kann in der breiten Öffentlichkeit ein Umdenken stattfinden. So gesehen bräuchten wir mehr Radikalfeministinnen :-) Diese werden mit ihren übertriebenen Forderungen letztlich das System wie ein Kartenhaus einstürzen lassen.
Ich weiss, eine provokante These, ob sie stimmt, werden wir ja sehen.
Wie gesagt, nach dieser These müssten in den nächsten Jahren noch mehr männerfeindliche Gesetze verabschiedet werden. Der Status von Männern könnte ähnlich dem von Hunden werden, niederträchtig und manipulierbar. Ähnliches hatten wir auch schon in bezug auf Frauen, die in den 60er Jahren nach allgemeiner, vor allem männlicher Auffassung zu nichts zu gebrauchen waren und denen man nicht trauen konnte. Auf diesem Boden konnte sich der Feminismus etablieren. Frauen waren derart benachteiligt, dass es kaum noch schlechter kommen konnte. Und siehe da, der Feminismus hatte viel Raum, um zu gedeihen.
Es müsste also zu derart starken Benachteiligungen der Männer kommen, dass
es zu systemimmanenten Veränderungen kommt, an denen auch die Frauen mitwirken. Nach dieser These wäre es gar nicht so gut, sich gegen den Feminismus zu wehren, das würde ja die Übertreibung abmildern bzw. hinauszögern. Eine passive Haltung wäre hier am wirksamsten. Das Risiko besteht darin, dass erstens es in der Übertreibungsphase sehr unangenehm werden kann und zweitens keine Garantie dafür besteht, dass Besserung kommt und vor allem wann sie kommt. Auch könnten sich die Feministinnen besinnen und einen Zustand beibehalten, der ihnen zwar einen gewissen Vorzugsstatus einräumt, aber die wirklich absurden Forderungen dann doch nicht umsetzen wollen, da sie mögliche Reaktionen fürchten. Im entscheidenden Augenblick könnten die Männer nämlich aufwachen und zurückschlagen.

Alles in allem eine interessante, aber reichlich abstrakte These.
Der Mann müsste hier quasi zusehen, wie sein eigenes Geschlecht zum Teigaffen gemacht wird. Aber: Ist es nicht zum Teil heute schon so?


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