Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Wie wurdest du zum Maskulisten / zur Maskulistin?

Movemen, Friday, 29.01.2010, 01:58 (vor 5816 Tagen) @ Müller

Gibt es ein besonderes Schlüsselerlebnis, dass dich zum Maskulisten gemacht
hat oder war das ein schleichender Prozess? Würdest du dich überhaupt als
Maskulist / Maskulinist bezeichenen?

Bei mir begann es 1996, glaube ich, mit dem Buch Medienmärchen von Burghard Müller-Ullrich. Naiv war ich davor davon ausgegangen, dass zumindest die Edelfedern der Journaille so etwas wie Berufsethos haben und die kritische Recherche, Analyse und Beurteilung von Sachverhalten im Vordergrund der Arbeit steht. Viele Verlage hatten kritische Bücher in Folge aufgelegt, weil sich solche Bücher gut verkauften und peu a peu stand bei mir jede Aussage vorsorglich unter Ideologieverdacht. Hinzu kam, dass ich über die Uni und auch privat das Internet mit den ersten verfügbaren Modem genutzt habe. Da blieben die Literaturempfehlungen aus dem Ausland, vornehmlich den USA nicht aus und die Vielzahl der Argumente, Statistiken, Untersuchungen verzahnten sich alsbald zu einem Bild, dass die Presse hier in Deutschland die Leute schlichtweg verarscht, gerade wenn es um den Feminismus und dessen Ziele geht. Und umso gewöhnlicher und massentauglicher das Internet wurde, umso vielfältiger und kritischer wurden die Gegenstimmen zur offiziellen Lehre. Ich schätze, ab 2000 rum, waren Maskulismus oder die Männerrechte zumindest im Internet schon Dauerthema auf breiter Datenbasis. Ab 2004/2005 begannen die Standardmedien die Thesen aufzugreifen, die Diskussionen wurden häufiger und härter und inzwischen spaltet der Maskulismus viele Redaktionen in die, die sich in das Thema eingelesen haben und den Pudeln und Träumern, sowie den Feministinnen, die weiterhin Männerrechte als obsolet betrachten, also schlichtweg Feinde einer Gleichberechtigung sind. So stellt sich inzwischen nicht mehr die Frage, wie man zum Maskulisten wurde, oder ob es die richtige Bezeichnung ist, sondern warum man Männerrechtler bleiben muss. Und nicht zu vergessen, dass es oft einfach nur Spaß macht, wenn so eine intellektuell schmuddelige Feministin argumentativ Dresche bezieht.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum