Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie wurdest du zum Maskulisten / zur Maskulistin?

Roslin, Friday, 29.01.2010, 01:49 (vor 5816 Tagen) @ Manifold
bearbeitet von Roslin, Friday, 29.01.2010, 02:01

Ständige Witze und abschätzige Bemerkungen über Männer. Die Forderungen an
das männliche Geschlecht, sich anzupassen, sich abzuändern und zu
verbiegen. Das permanente Gefühl, dass die Gesellschaft alles für Frauen
tut, damit sie sich wohl fühlen, den Männern gegenüber jedoch zumeist mit
stiller Verachtung gegenüber tritt.

Ja, das war bei mir auch der Auslöser.
Ich wurde schwer krank, sass oft lange Stunden in Wartezimmern von Ärzten, Kliniken und las, weil oft nichts anderes auslag, zum ersten Mal intensiv "Frauenzeitschriften".
Die dort vorherrschende, gönnerhaft - verächtliche Schreibe über Männer öffnete mir die Augen.
Ich erkannte, was mir vorher nie aufgefallen war, wie viele Frauen diese gönnerhafte Verachtung prägt, wie sehr diese Haltung Medien, Zeitgeist durchdringt, die Gesellschaft prägt.
Dann gab mir Doris Lessing den Rest.
In dieser Zeit, ausgerechnet, begegnete ich diesem Zitat von ihr:

"Die Schriftstellerin Doris Lessing fordert die Männer auf sich gegen ihre "sinnlose Erniedrigung" zu wehren. "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird", sagte 81-jährige Autorin in einem Bericht des "The Guardian".

...

"Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun."

Sie hat ja Recht, diese Frau, dachte ich.
Wieso war mir das nicht selbst längst aufgefallen?

Zudem wurde mir klar - das eigene, mögliche Frühableben vor Augen - was es denn aussagt über eine Gesellschaft, dass Männer 6 Jahre vor Frauen sterben und niemanden scheint das zu bekümmern, die Frauen nicht und die Männer auch nicht.
Statt dessen Berge von Broschüren, eine Fülle von Programmen, eine nicht abreißende Flut von Kampagnen zur Frauengesundheit, Frauenförderung, Frauenprivilegierung, als ob sich diese Gesellschaft nur um das Wohlergehen von Frauen sorgte.
Und trotzdem fühlen sich diese umfassend benachteiligt.

Die Absurdität dieser Situation wurde mir da allmählich bewusst.


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