Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie wurdest du zum Maskulisten / zur Maskulistin?

Krischan, Friday, 29.01.2010, 01:18 (vor 5816 Tagen) @ Müller

Gemeint sind alle Foristen. Vielleicht geht das evtl. auf einer
ernsthaften Basis - ohne "weil alle Frauen doof sind".


Die ersten Zweifel an der "Gleichberechtigung" hierzulande kamen mir im Vorfeld des Zwangsdienstes, wie bei den meisten. Damals war ich allerdings noch Feminist und glaubte an die moralische Überlegenheit der Frauen.
Ich war so um die 25, als dann ziemlich ruckartig mein feministisches Weltbild einkrachte. Mir kam eher zufällig ein eigentlich ziemlich platt geschriebenes Buch in die Hände, weiß nicht mehr wie es heißt und wo es abgeblieben ist. Auf jeden Fall schrieb der Autor zwar was von einer Überlegenheit der Männer, rückt aber auch anderweitig feministische Mythen zurecht.
Irgendwie kam ich auch ins Emma-Forum, das damals noch bzgl. der Schreibmöglichkeiten offener war als heute, und die Feindseligkeit, die den Männern dort entgegen schlug, kurierte mich vom letzten Rest an Feminismus. Da noch zuzugehören wäre ja wie ein Türke in der NPD. Da wurde mir endgültig klar, daß die uns den Krieg erklärt haben. Das heißt, es gibt für die kein Eine-Hand-wäscht-die-andere-Prinzip. Männer sind zwar als Ruderer im Boot willkomen, den Kurs bestimmen aber sie, und eine Wechselbeziehung (Stichwort: Zwangsdienste, Sorgerecht) ist von denen nicht zu erwarten.
Immerhin waren sie ehrlich genug, mir das klar und deutlich zu verstehen zu geben: "Kümmert ihr euch selbst, wir mußten das auch." (Die massive Unterstützung der Männer nahmen sie auch noch gar nicht wahr.)

Bin ich Maskulist? Ich nenne mich nicht so, werde aber immer wieder so genannt. Ich steckte mich selbst in eine Schublade, also nenne ich mich lieber "einen, der Gleichberechtigung im wahren Sinne will".


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