Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: das Gespenst Gott und die Verdienste der Christen

Max, Saturday, 20.11.2004, 10:36 (vor 7746 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Eugen wiedermal... und natürlich Nick, das Gespenst von Jolanda am 20. November 2004 02:23:15:

Hallo zusammen,

in einer Zeit, in der es en vogue geworden ist, kleingeistige, egoistische Partikularinteressen durchzusetzen und in der noch nicht einmal mehr wahrgenommen wird, daß, auf´s Ganze gesehen, sowohl "Männer"- als auch "Frauen"interessen nichts anderes als eben solche sind - in einer solchen Zeit steht der Christ gar nicht so schlecht da. Zwar mag man, wie ich, nicht recht daran glauben, daß wir Gottes Geschöpfe sein sollen, - dennoch kommt man aber nicht umhin, anzuerkennen, daß diejenigen, die das tun, auch den Mann als göttliches Geschöpf erkennen müssen und daß sich ihnen allein von daher schon jegliche Verachtung dem Manne gegenüber verbietet.

Es ist meine Überzeugung, daß Mann und Frau füreinander da sind und daß die Gegensätzlichkeit der Geschlechter aus genau diesem Grunde existiert. Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen zu versuchen, kann eigentlich nur ein völlig gottloser Versuch von Gottlosen sein. Einem Christen wird ein derartig saudummer Fehler nie passieren.

Daß es in der Kirche, wie in jeder großen Organisation, Christliche und weniger christliche gibt, steht auf einem anderen Blatt und ist in diesem Zusammenhang auch unerheblich. Die Behauptung der Kirche, daß wir alle Gottes Geschöpfe seien, die steht auch so und die wird, solange es eine Kirche gibt, den sinnvollen Rahmen abgeben, innerhalb dem sich auch Christenmenschen über Geschlechterthemen streiten.
Noch nicht einmal die unsägliche Bischöfin Käßmann kann ihre strunzdämlichen Feminismen unter´s Volk streuen, ohne sich nächtens im stillen Kämmerlein fragen zu müssen, ob sie sich nicht an einem göttlichen Geschöpf versündigt hat. Nun gut, solche Gewissensbisse wird wohl die "feministische Theologie" ein wenig lindern...
"Feministische Theologie" ist übrigens etwas, das ich zuvorderst den Protestanten anlaste und das ich - sobald ich mich in den Kopf eines richtigen Klerikalen hineindenke, in den eines Römisch-Katholischen und da wiederum vorzugsweise in denjenigen eines römischen Römisch-Katholischen - einwandfrei als bauernschlauen Versuch zur Aushebelung ewiger Gesetze erkenne, als bauernschlaue Gottlosigkeit sozusagen.

Tatsache ist jedenfalls, daß die wenigste Männerverachtung von der Katholischen Kirche kommt und die meiste von irgendwelchen Gottlosen. Das sollte einem schon zu denken geben, und zwar bevor man sich erdreistet, Kirchenvertreter aus der öffentlichen Diskussion ausschliessen zu wollen und ihnen obendrein noch fehlende Expertise zu unterstellen.
Um es bildlich auszudrücken: Die ideologisch verblendeten "Experten", die sich landauf landab in allen möglichen Fernsehsendungen im Glanze ihrer progressiven Erkenntnisse spiegeln, können den Affen, den sie dabei erblicken, gar nicht mehr als solchen identifizieren, so sehr haben sie sich erstens an dieses Bild von sich schon gewöhnt und so sehr halten sie zweitens das Wort des Affen für Gesetz.

Jahrzehnte gottloser Gesellschaftspolitik haben uns im wesentlichen nichts anderes als Entfremdung voneinander gebracht, Hader, Zwietracht und Mißtrauen gesät, seelische Verelendung verursacht und - ein Ende des Risses ist nicht in Sicht. Es wird eben nicht der gottlose Ideologe sein, dem wir am Ende unseres Lebens für so viel Glück werden danken müssen. Vielmehr wird es so sein, daß wir den ehrlich bemühten Christenmenschen werden um Vergebung dafür bitten müssen, daß wir ihn in all´unserem irdischen Elend auch noch dämlich verlacht haben.

Ich halte es, wenn auch nur mangels wirklich gangbarer Alternativen (die ich zwar sähe, für die die Masse in der Demokratie aber, weitgefasst, zu blöde ist) für äußerst angezeigt, Kirchenvertretern und den Standpunkten aus der christlichen Lehre einen viel größeren Raum in der öffentlichen Diskussion einzuräumen. Sicherlich wäre das ein Weg, langsam mal wieder zur Besinnung zu kommen.

Friede sei mit uns - Max

(Monerl! Sakra, wo hast´n mei AK 47 scho wieder versteckt?)


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