Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Intelligenz und Toleranz, wiedermal...

Eugen Prinz, Friday, 19.11.2004, 14:02 (vor 7747 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Intelligenz und Toleranz, wiedermal... von Jolanda am 19. November 2004 11:18:06:

>Zum Beispiel: Wenn wir unsere Kinder nicht in den Religionsunterricht schicken wollen, dann müssen sie in den Ethikunterricht. Und dort werden sie schon mal von Religionslehrern unterrichtet, weil ja sonst niemand da ist, der als kompetent angesehen wird.
--- Müssen das die Kinder in Deutschland tun, echt? Hier muss keiner in den Ethikunterricht, der nicht in den Religonsunterricht geht!

Schön, dass sie das bei euch nicht müssen. Hier müssen sie es.

>Wir sind noch immer zu leicht bereit, die diversen Geschäfte von Ethik und Ritus an die vermeintlichen Profis ab- oder zurückzugeben. Beinharte Ketzer bestellen sich an ihrem Ende einen Pfarrer, weil sie nicht wissen, wie sie sonst unter die Erde kommen sollen. Man feiert ein pervertiertes, total kommerzialisiertes, sinnentleertes Weihnachtsfest, weil man neue Formen erst erfinden oder alte wiederentdecken müsste.
--- Das Weihnachten pervertiert, hat wohl mit allem möglichen zu tun, aber bestimmt nicht mit der Kirche mein lieber Eugen. Die Perversion von Weihnachten liegt wohl eher in der Gesellschaft und im gewinnbringenden Denken oder, was schiebst du der Kirche hier wieder in die Schuhe, bzw. was wirfst du ihr denn konkret vor, was du anderen nicht vorwirst?

Da haben wir ein typisches Beispiel für deinen höchst unerfreulichen Argumentationsstil. Ich schreibe über die Leute, die "die diversen Geschäfte von Ethik und Ritus an die vermeintlichen Profis ab- oder zurückzugeben". Du schreibst: "was schiebst du der Kirche hier wieder in die Schuhe." Nichts schiebe ich, aber du schiebst es so hin.

>Die Position der Kirche ist mir deswegen suspekt, weil sie sich absolut setzt, weil sie sich in letzter Instanz immer auf Gott beruft, wie es in Ratzingers posting hier zu lesen war. Das ist das Problem.
--- Oh Eugen, du wirfst der Kirche vor, dass sie sich immer auf Gott beruft, das ist nicht dein Ernst oder...doch es ist dein Ernst...also wenn das dein Problem ist, dann ist mir klar, warum du wenn es um die Kirche geht, einfach nicht mehr in der Lage bist klar zu denken und sachlich zu argumentieren.

Das ist wieder so ein Beispiel für deinen höchst unerfreulichen Argumentationsstil. Ich werfe der Kirche das nicht vor, wie du mir vorwirfst. Ich habe die Positionen der Kirche sogar ausdrücklich als verständlich und legitim bezeichnet. Offensichtlich bist du es, die nicht mehr klar denken kann, wenn über die Kirche diskutiert wird.

Wenn sich heute Einer für Gentechnik stark macht, dann kann man ihn wenigsten prinzipiell noch zur Rechenschaft ziehen, wenn die Sache daneben ging. Wie soll das bei Positionen funktionieren, die sich auf Gott berufen?
--- Man oh man Eugen, echt nun. Man kann sich prinzipiell noch wehren, gegen die Wissenschaft, na klar, sicher, die Wissenschaft tut nur, was ethisch korrekt ist und wenn wir intervenieren, dann hören die sofort damit auf, klar. Pullshit würde ich sagen, die Wissenschaft kann ja Gott sei Dank in jedem Land arbeiten, dann geht man eben in ein Land, wo die Gesetze noch nicht so streng sind oder man tut es einfach heimlich. Findest du eine künstliche Gebärmutter ethisch, Menschen klonen, findest du das ethisch?

Und da haben wir noch so ein Beispiel für deinen höchst unerfreulichen Argumentationsstil. Ausdrücklich habe ich am Schluss geschrieben, dass ich die Diskussion nicht den Experten überlassen möchte. Aber schon bin ich Einer, der die Wissenschft in Schutz nimmt und womöglich eine künstliche Gebärmutter ethisch findet. Wo hast du das bei mir gelesen?

Es ist schon ein einfaches Bild, dass du dir hier erschaffen hast, alle Schuld der Kirche, du hast deinen Sündenbock und verzeih, deine Argumentation ist schwach und die Begründungen sehr gewagt.

Und das ist noch ein - hoffentlich letztes - Beispiel für deinen höchst unerfreulichen Argumentationsstil. Ich habe nirgends von Schuld gesprochen. Ich möchte lediglich den Einfluss von Interessengruppen, wozu ich auch die Kirche zähle, in Grenzen gehalten sehen. Ich bin gegen Definitionshoheiten und Meinungsmonopole, beim Feminismus wie bei der Kirche.

Das ist mein gutes Recht.
Eugen


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