Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Intelligenz und Toleranz, wiedermal...

Martin, Friday, 19.11.2004, 14:43 (vor 7747 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Intelligenz und Toleranz, wiedermal... von Nick am 18. November 2004 21:54:54:

Nick,
dein Vergleich hinkt total, aber das weißt du ja selber. Die Grundlage aller Religionsgemeinschaften ist der - angebliche - Glaube an irgend eine übernatürliche und daher nicht weiter erklärungs- und erforschungsbedürftige Macht, die alles beherrscht und von der alles ausgeht. Das kann man unterstützen oder eben nicht. Aber von diesen Grundlagen leiten Kirchenvertreter den Anspruch ab, überall (bei anderen brisanten Theman nämlich auch) mitreden zu müssen. Dürfen sie natürlich, denn wir haben Meinungsfreiheit. Aber sie müssen nicht bei allen öffentlichen Veranstaltungen dazu dabei sein, sondern sie sollten auf ihre Fachgebiete beschränkt werden. Sonst könnten sie nämlich auch bei Diskussionen über den Schuldenstand von Borussia Dortmund oder die Abschaffung der Eigenheimzulage etc. mit am Tisch sitzen. Bei der öffentlichen Meinungsfindung zu aktuellen Sachthemen, die mit höheren Mächten wenig zu tun haben - und das sind die meisten - haben die Kirchen heraus gehalten zu werden, wenn sie sich nicht selber raus halten. Die geben eh zu allem ihren Senf dazu und müssten schon von daher überall dabei sein. Die "ethische" Position, sofern notwendig - Nachteile der Biotechnologie können rein sachlicher Natur sein, können auch von Wissenschaftlern, Bürgerrechtlern, Politikern etc. vertreten werden, dazu braucht man keine Kirchen. Und wenn, dann müssten wegen der Religionsfreiheit sowieso alle Kirchen paritätisch vertreten sein.
Bei dem Mitgliederschwund werden die Kirchen einfach viel zu sehr in den Blickpunkt gezerrt.
Außerdem werden Menschen immer machen, was technisch möglich ist. Das ist ein menschliches Artmerkmal. Eine weltweite Ächtung wird nie durchsetzbar sein.
Martin


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