Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Eva - Von einen Wahl-Polen

Ruth Teibold-Wagner, Wednesday, 06.10.2004, 15:24 (vor 7793 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: @Eva - Von einen Wahl-Polen von Ekki am 06. Oktober 2004 12:12:26:

Hallo Ekki,

Du hast schon recht.
Mich interessiert das Thema auch nicht sehr, ich habe auch kein Interesse, etwa in Polen meinen Wohnsitz zu nehmen. Ich finde es dort, vor allem auf dem Land, ohne dass ich jetzt irgend jemanden beleidigen will, einfach zu primitiv.

Andere aus meiner Familie sehen das jedoch anders und kaufen in großem Stil Land auf, das übrigens noch extrem preiswert zu haben ist.

Die Polen reagieren sehr unterschiedlich. Manche begrüßen die Entwicklung, andere (vor allem solche, die deutsches Eigentum besitzen, z.B. in Häusern leben, die eigentlich Deutschen gehören) haben verständlicherweise Angst vor einer "Regermanisierung".
Seitdem Polen Mitglied der EU ist, müssen die Polen keine Angst mehr haben. Denn es ist seit dem Beitritt möglich, legal, z.B. durch Kauf, legitime deutsche Interessen in Polen zu vertreten.

Du bist ja selbst deutscher "Wahl-Pole" und kannst Dir jetzt (zu sehr günstigen Preisen) legal in Deiner neuen Heimat Immobilien-Eigentum erwerben. Diese Entwicklung ist für die polnische Wirtschaft vorteilhaft, da auf diese Weise Geld ins Land kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Ruth

Deshalb denken wir an einen nur teilweisen Wiedererwerb. Die Polen sind heutzutage den Deutschen gegenüber dankbar, wenn wir investieren. Sie bieten uns Alteigentümern einen fairen Preis und haben uns das Erstkaufsrecht für die Dörfer eingeräumt. Sie tun das aus eigenem Interesse, denn sie wünschen, dass die vertriebenen Deutschen wiederkommen. Sie wissen selbst, dass nur so eine Chance für ein Ende der sprichwörtlichen „polnischen Wirtschaft“ besteht.

1) Nicht nur von dem Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaften in Deutschland, dem CDU-Abgebordneten Friedbert Pflüger, sondern von allen, die Polen wirklich kennen und nicht nur anderleuts Vorurteile wiederkäuen, wird das Wort von der "polnischen Wirtschaft" mit Empörung zurückgewiesen.[/i][/u] Die Polen sind zig-mal fortschrittsfreudiger und arbeitsamer als die Deutschen, sie verdienen viel weniger, aber sie jammern auch viel weniger als die Dumm-Dumpf-Deutschen, denen schon bei einer Rückkehr zu einer Regel-Arbeitszeit von 40 Stunden der Hut hochgeht. Das ist in Polen eher die Mindest-Arbeitszeit. Zitat aus einem SPIEGEL-Gespräch mit Friedrich Merz: "Es kommen jetzt Länder in die EU, die finden die 35-Stunden-Woche so toll, daß sie gleich zwei davon pro Woche machen."[/i][/u] Schafft ihr da in Germania erst mal den scheiß Ladenschluß ab (den es in Polen nicht gibt), dann können wir weiterreden.
2) Als dauerhaft in Polen lebender Deutscher bin ich in höchstem Maße daran interessiert, daß mir mein Ansehen nicht durch Elemente kaputtgemacht wird, die in die sogenannten "ehemaligen deutschen Ostgebiete" kommen und meinen, sie wären in Ostdeutschland.[/i][/u] Polen ist für die Deutschen zur Gänze ebenso Ausland wie z.B. Island. Für diese Auffassung werde ich aktiv einstehen, wenn es hart auf hart kommt und irgendwelche Leute hier - wenn auch mit friedlichen Mitteln - eine Re-Germanisierung versuchen sollten. Es gibt leider schon Fälle, in denen Deutsche in Polen auf durch Strohmänner gekauften Landgüter als Herren auftreten - im übelsten Sinne des Wortes. Dem muß in den Anfängen gewehrt werden - und die Haltung von Schröder ist genau die meinige.
Ekki


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