Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Brief an Beck

Sven74, Tuesday, 05.10.2004, 12:50 (vor 7794 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Brief an Beck von Max am 05. Oktober 2004 09:45:15:

Der folgende Brief von mir an den Ministerpräsidenten von RP geht heute per Post raus:
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Sehr geehrter Herr Beck,
in der „Berliner Zeitung“ vom Freitag, dem 1.10.04, sind Sie wie folgt wiedergegeben:
«Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Anhänger der Wehrpflicht...(....)... Aus Gründen der Dienstgerechtigkeit sollten wir nun über einen sozialen Pflichtdienst für alle jungen Männer nachdenken...(...)...Junge Frauen nehme ich aus. Sie haben später oft berufliche Nachteile, wenn sie sich für ein Kind entscheiden.»
Dazu folgende Fragen:
Wie schaffen Sie es, einerseits den Begriff „Pflicht“ im Zusammenhang mit der „Wehrpflicht nur für junge Männer“ und andererseits den Begriff „(freie) Entscheidung für ein Kind“ in Übereinstimmung mit „Gerechtigkeit“ zu bringen?
Sollten Sie sich womöglich missverständlich geäußert haben? Könnte es sein, daß Sie eigentlich eine Gebärpflicht für junge Frauen bei gleichzeitiger Dienstpflicht für junge Männer anstreben?
Ihnen ist doch sicher bekannt, daß sich z.Zt. etwa 40 Prozent der bundesdeutschen Akademikerinnen einer solchen, gesetzlich noch nicht verankerten Gebärpflicht, schnöde entziehen?
So muß es wohl sein. Anders kann ich mir Ihre Leidenschaft nicht erklären. Die gute alte SPD ist doch schließlich seit jeher „leidenschaftlich gerecht“, etwa nicht?
Oder ist es womöglich gar so (ich wage ja kaum, das zu denken), daß Sie unter dem gefühlten Druck Ihrer feministisch-doktrinären ParteigenossInnen gar keine andere Wahl haben, als ein derartig skurriles Verständnis von Gerechtigkeit – selbstverständlich missverständlich – dem Zeitungsleser als ihren ureigensten, leidenschaftlichen Standpunkt anzudienen?
Ich selbst habe leider nur eine Leidenschaft für Gerechtigkeit. Könnten Sie mir in einer kurzen Antwort darlegen, wie ich es schaffen könnte, beim Thema „Wehrpflicht nur für junge Männer“ nicht an meiner Leidenschaft zu leiden?
Für eine Klarstellung wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Max Erdinger

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...bin mal gespannt, ob Antwort kommt.
- Max

Wenn überhaupt kommt dann ein vorgefertigter Musterbrief mit der Unterschrift einer Frau mit Doppelnachnamen.

McFly74


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