Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: @Emmalein

Bruno, Thursday, 01.04.2004, 15:59 (vor 7981 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: @Emmalein von Emmalein am 31. März 2004 13:24:38:

Hallo Emmalein,

deine Forderung, dass Frauen, die Kinder erziehen eine Förderung brauchen, kann ich voll und ganz unterstützen. Das sehe ich auch so. Aber diese Förde-rung muss für Männer, die erziehen in genau der gleichen Weise gelten und sie darf nicht für Frauen gelten, die sich für einen kinderlosen Lebensweg ent-scheiden. Denn das ist die Krux an der Frauenförderung. Sie gilt für Frauen, die keine Kinder wollen genauso wie für Frauen, die Kinder haben. Das heißt, die Frauenförderung in Deutschland ist kinderfeindlich.

Auch MÄnner können de jure die Kinder versorgen. De facto wird die Sache mit dem Kindeswohl allerdings oft zugunsten der Frau ausgelegt. Vor allem, weil viele Frauen sagen, dass sie bereit sind, zugunsten des Kindes beruflich zurückzustecken. Bei den Männern findet sich diese Aussage eben eher selte-ner. Wenn also der Mann durch eigene Tätigkeit nicht die Betreuung des Kin-des sichert oder sichern kann, wird das Kind dem zugesprochen,der das Kind betreut oder betreuen kann. Richter denken sich vermutlich, dass das Kind schon genug unter dem seelischen Trauma leidet, ein Elternteil zu verlieren. Den anderen soll es nicht auch noch an einen Beruf verlieren. Das ergibt dann ein de facto Mehrzahlen der MÄnner von Unterhalt.

....das ist die feministische Interpretation. Fakt ist jedoch, dass der erziehende Mann politisch und gesellschaftlich nicht wirklich gewünscht ist, oder besser gesagt, dass er nur insoweit gewünscht ist, wie er sich als Frauenfördermittel missbrauchen lässt.

Beispiele: Rügen und Strafen des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-rechte an Deutschland wegen (legaler) Umgangsvereitelung für Väter.

oder: Am Zukunftstag werden Mädchen Männerberufe vorgestellt. Den Jungen will man Frauenberufe (z.B. im erzieherischen Bereich) nicht vorstellen. Wa-rum nicht, wenn man doch mehr erziehende Männer haben möchte?

oder: In den Landesgleichberechtigungsgesetzen gibt es eine Frauenförderung zur Integration im männerdominierte Bereiche. Umgekehrt gibt es eine Integ-rationsförderung von Männern in Erziehungsberufe nicht. Im Gegenteil. Selbst dort wird Frauenförderung betrieben.

Typische Männerberufe werden besser bezahlt als typische Frauenberufe.

...ein typisches Vorurteil der Feministinnen. Typische Männerberufe sind Ka-nalarbeiter, Maurer, Fernfahrer, Bergmann, Müllmann usw. das sind die Beru-fe, in denen die meisten Männer arbeiten und nicht die Managerposten. Wenn man die Feminsitinnen hört, glaubt man, Männer würden nur in Chefsesseln sitzen.

Das ganze Buch wollte ich mir dann doch nicht zumuten. Aber selbst an den Auszügen liessen sich gewisse Tendenzen feststellen, etwa die des Wiederbe-lebens einer Mitschuld eines echten Vergewaltigungsopfers an seiner Verge-waltigung ( sie hat die falsche Kleidung getragen etc.) und ähnliches. Das halte ich schon für tendentiös

...das ist sicher ein heikles Thema. Es gibt keine Entschuldigung für eine Ver-gewaltigung. Aber was hälst du von Frauen, die sich entsprechend kleiden um Männer „scharf“ zu machen nur um dann „Nein Danke!“ zu sagen.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, das sie nur für Frauen gilt.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum