Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: GirlsDay / BoysDay und die Frauendomäne Erziehungswesen

Lars, Friday, 26.09.2003, 18:17 (vor 8168 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: GirlsDay / BoysDay und die Frauendomäne Erziehungswesen von AJM am 26. September 2003 08:09:24:

Vielleicht sollte ich etwas weiter ausholen, denn es gibt. m.E. einen sehr großen Irrtum in unserer Gesellschaft. Daß nämlich die Schule einen Erziehungsauftrag hat. Nun gut, dank jahrzehntelanger femisistischer und post-68-Indoktrination hat die Schule heute defacto den Status eines Ersatzelternhauses (warum, wissen wir alle). Eigentlich ist die Schule ein Ort, an dem Wissen vermittelt werden soll, Grundlagen und Denkansätze, logisches Kombinieren und auch Toleranz gegenüber Mitmenschen (nicht jeder ist gleich). Um das alles zu erreichen, ist eine Vorraussetzung elementar: Disziplin! Leider wird durch das Elternhaus, bewußt oder unbewußt, auf eine solche Tugenden (ebenso wie Ordnung, Ehrgeiz oder Fleiß) kein gesteigerten Wert gelegt. Die Folgen sind bekannt: Von 45 Minuten Unterrichtszeit kann sich mit Glück 10 Minuten dem Stoff gewidment werden. Der Rest geht für andere "Erziehungsaufgaben" drauf.

Ich hab jetzt leider keine Zeit, ein ellenlanges Grundsatzreferat über Fragen der Pädagogik zu verfassen, möchte aber festhalten, daß diese - wenn ich das mal so flapsig sagen darf: - konservative Bildungs-Ideologie, NICHT zum Grundkonsens der Männerrechtsbewegung zählt. Ich zumindest teile eher einen "anti-autoritären" Wertekanon (und bin gerade aus DEM Grund Antifeminist! *g*) und finde, nicht Disziplin, Ordnung, Fleiß ect. sollten die obersten Gesichtspunkte bei Erziehung und Bildungs sein, sondern:

- das Wechselspiel von kritischem Hinterfragen der Normen und argumentativem Überzeugen

- die freie Entfaltung der Persönlichkeit

- das gute ditaktische "Rüberbringen" der Bildungsinhalte

- das Ausgleichen milieubedinger Bildungsferne

Ich für meinen Teil bin sehr FROH, NACH der "68er-Revolution" aufgewachsen zu sein.


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