Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: GirlsDay / BoysDay und die Frauendomäne Erziehungswesen

Odin, Friday, 26.09.2003, 14:45 (vor 8168 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: GirlsDay / BoysDay und die Frauendomäne Erziehungswesen von AJM am 26. September 2003 08:09:24:

Ihr Lehrerinnen wünscht Euch vielleicht einen männlichen Gegenpart, in den Kultusministerien (zumindest in den SPD und/oder grün-dominierten) wird es leider nicht so gesehen. Ich möchte den Lehrerinnen vor Ort nicht einmal unterstellen, daß sie sich absichtlich so verhalten, wie es derzeit gang und gäbe ist, nämlich daß Mädchen eher bevorzugt werden. Instinktiv jedoch wird eher Partei Mädchen ergriffen (nenn es wie Du willst: Emotionale Intelligenz (eigentlich ein Paradoxon), Mutterinstinkt, wasweißich). Die Ergebnisse zeigen nun einmal deutlich, daß Jungen weniger gefördert werden und entsprechende schlechtere Schulabschlüsse ablegen. Und daß geht proportional einher mit der steigenden Anzahl von Lehrerinnen und feministischem Denken in den zuständigen Gremien.

Ich muß hier Silke recht geben - wenn auch nur zum Teil, da Lars nicht von Frauen insgesamt, sondern von "Feministinnen" gesprochen hat - und da gebe ich ihm recht: Diese haben wirklich Grund, Männer von der Erziehungsarbeit fernzuhalten, da die Kinder für sie nichts anderes als Geiseln sind die sie brauchen, um ihre Ansichten in der Gesellschaft unterzubringen.
So kommt es natürlich auch vor, daß Männer in der Erziehungsarbeit ausgebissen werden. Generell aber ist es so, daß Männer händeringend gesucht werden. Ich selber arbeite mit Jugendlichen. Da ist das Problem nicht so schlimm. Wir achten sehr darauf, daß die Teams ausgewogen sind - zur Hälfte mit Männern, zur Hälfte mit Frauen. Wenn Du so willst, gibts also bei uns Quotenmänner :-)
So manches mal mußte ich notgedrungen eine Frau ins Team nehmen, weil kein Mann zu finden war, aber in der Regel haben wir auch Männer unter den Bewerbern - ich hatte sogar schon mal ein reines Männerteam + Praktikantin :-)
Je jünger die Kinder aber sind, umso weniger Männer findest du - und hier (und da spielen die Emanzen m.E. wirklich eine große Rolle) siehst Du politisch keine Bestrebungen, daran wirklich etwas zu ändern (boys-day etc.)


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