Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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...aber wie durchsetzen?

nochmal der Gast, Tuesday, 23.09.2003, 19:19 (vor 8171 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Boys Day: eigene Erfahrungen? von Odin am 23. September 2003 11:11:38:

Im ersten Posting habe ich etwas zum Konzept pädagogischen(?)geschrieben. Genauso wie der Girls Day hat es natürlich einen politischen Hintergrund. Ich sehe einen Boys Day als eine Chance an, den lace curtain zu überwinden, und langfristig das Klima so zu verändern, daß gesellschaftliche Debatten über Männerrechte möglich sind. Es ist völlig klar, daß der organisierte Feminismus dagegen Widerstand leisten wird.

Dazu ein paar Gedankensplitter - leider kein Konzept:

Feminismus heißt, überkommene Frauenprivilegien auf Kosten der Männer ausbauen zu wollen. Und Frauen reden über Männer hinter dem Rücken anders als ihnen ins Gesicht. Feministinnen schließen von sich auf andere und glauben deshalb fest, Männer würden sich gegen Frauen verschwören, um sie zu unterdrücken. Das zu verhindern ist ihre heilige Pflicht, die alle Mittel rechtfertigt. Deshalb ist es für sie anrüchig, wenn Männer unter sich sein wollen - und erst recht, wenn sie sich erklärtermaßen mit ihrer Rolle (also ihrem Verhältnis zu Frauen) beschäftigen wollen. Der Widerstand ist sowohl instinktiv, als auch ideologisch rationalisiert.

Öffentlicher und politischer Druck ist gut und richtig, sofern er vorher soweit durchdacht ist, als daß die Ziele klar sind. Der Reflex ist ja erstmal: Wieso gibt einen Tag für Mädchen, aber keinen für Jungen? Der Durchschnittsmann stöhnt leise, geht seiner Wege, und lacht dann diejenigen Männer aus, die weibisch genug sind, sich darüber aufzuregen. Flugblätter gegen Ungleichbehandlung bringen es nicht.

Das Ziel könnte heißen: Einen Boys Day durchführen können, und zwar unbedingt unabhängig von den "Gleichstellungsbeauftragten".

Ein Argument wäre die Frage: Wenn denn die Mädchen einmal alleine sein sollen, und ihnen dabei alle Türen geöffnet werden, wann geschieht dies einmal für die Jungen? Die Forderung: Entweder ihr schafft den Girls Day ab und veranstaltet einen Berufsschnuppertag für alle Kinder, oder ihr unterstützt auch gender-spezifische Angebote für Jungen. Das müßte im Prinzip reichen, um den Druck aufzubauen.

Daß die Gender-kraten versuchen, Angebote für einen Boys Day abzublocken, ist doch gar nicht so schlecht. Es müßten sich nur ein paar Pädagogen finden, die diese "Marktlücke" zu schließen gedenken, und dafür die Mittel einfordern. Es müßten genug Leute sein, und sie müßten sich in der Sache einig sein.

Wenn der Druck stark genug geworden ist, müsen auch die Anbieter profiliert genug sein, um die unkontrollierte Durchführung für sich beanspruchen zu können. Sonst ist zu befürchten, daß die Gender-kraten die Kiste selbst aufziehen, oder ein paar handzahme Wollsocken da hin schicken.

Solche Anbieter müßten sich positionieren:
1. Das müssen Männer machen, sonst kommt man an die Jungs gar nicht ran.
2. Jungen brauchen geschlechtsspezifische Berufs-Orientierung.
3. Das kommt letztlich auch den Frauen zugute. Familie und Beruf.
4. Es wäre eine nicht mehr leugnende Ungerechtigkeit, wenn für die Jungs gar nichts veranstaltet würde.

Das eigentliche Ziel aber wäre es, den GM-Sprech zu benutzen, um den lace curtain zu zerreißen.


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