Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Eugens Ärger

Mus Lim ⌂, Thursday, 21.10.2010, 07:15 (vor 5564 Tagen) @ Roslin

Mein Verdacht ist ja, dass Eugen sich ganz einfach ärgert, wenn er sehen muss, wieviele Zeit und Aufwand investieren in anonyme Internet-Aktivitäten, Aufwendungen, die er für verschwendet hält, während andererseits MANNdat knapp an MANNschaft ist, so dass er und andere dort ackern wie blöde, um die Dinge am Laufen zu halten.

Ich finde, Eugen darf da wütend sein ...

Wieso darf Eugen wütend sein. Ich habe meine Ressourcen angeboten, aber nur eine blöde Antwort bekommen. Wie es in den Wald reinschallt ...

Wer den Kommunismus bekämpfen wollte, konnte Marx, Engels und Co. nicht außen vor lassen, auch wenn der ordinäre Feld-Wald-und Wiesenfunktionär keine tiefschürfenden Rückgriffe auf die Ideologie brauchte, um nach dem Motto zu verfahren "WIR haben die Macht und so soll es bleiben!".

Beauvoir, Butler, Foucault, Connell, sie liefern den ideologischen Knochenbau, der Fett und Muskeln der Genderpolitik trägt.

Die einzelne Gleichstellungsbeauftragte, die Frau auf der Strasse, sie wissen nichts von Beauvoir und Butler, sie wissen nur, dass Feminismus irgendwie gut für Frauen ist und was für Frauen tut ... nehmen mitlaufend ihre Privilegien in Anspruch ... frauenfördernden Nanny-Staat.

Aber die IdeengeberInnen, die all die vielen JournalistInnen formatieren, z.B., die den feministischen Generalbass des Zeitgeistes herunterschrammeln, sie wissen um sie, beziehen aus deren pseudowissenschaftlichem, säkular-"theologischem" Geschwätz ihre Legitimation, ihr Selbstbewusstsein, können durch Verweis auf die Arbeit dieser "großen" Geister all den vielen, kleinen Feld-, Wald- und WiesenfeministInnen das Gefühl vermitteln, sie seien Teil einer großen Bewegung, die, gelenkt von den Ideen großer Geister, das Richtige tut, in die richtige Richtung voranschreitet zur Schaffung einer besseren Menschheit.

Das haben Sie sehr schön beschrieben und herausgearbeitet.
Natürlich hat Eugen recht, wenn er meint, GM bewirkt in der Praxis hauptsächlich Frauenförderung und -bevorzugung und es gelte, dies zu unterbinden.
In der praktischen Arbeit gegen Frauenförderung und -bevorzugung entsteht aber schnell der Eindruck, man wolle Frauen etwas wegnehmen, was ihnen legitim zusteht. Und deshalb gilt es, nicht nur in der praktischen politischen Arbeit konkrete Frauenförderprogramme zu unterbinden, sondern auch deren Legitimität zu untergraben. Ohne dem geht es auch nicht. Deshalb muss GM auch ideologisch widerlegt werden. Ohne politische Arbeit gegen konkrete Frauenförderprogramme geht es aber auch nicht, wo Eugen wieder recht hat.

Deshalb ist das Posten und Verbreiten solcher Texte wichtig ....
Es hilft, eine Ideologie zu delegitimieren, die westlichen Gesellschaften,
Jungen, Männern und damit letzten Endes auch Frauen schadet.

Mein Reden.

Trotzdem verstehe ich Eugens Ärger sehr gut, der darin wenig Sinn sieht und viel zu wenige Mitaktivisten hat für Aktionen, die er für viel sinnvoller hält, die unmittelbareren Nutzen versprechen, in die er viel investiert.

Wenn Eugen zu wenige Mitaktivisten hat, dann ist sein Auftreten kontraproduktiv. So gewinnt man keine Mitstreiter. Wenn man schon hier so angegangen wird, dann entwickelt sich beim potentiellen Mitarbeiter eine gewisse Phantasie, wie es wohl im MANNdat-Team zugehen mag ...
Deshalb habe ich für Eugens Auftritt weniger Verständnis.

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