Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das lese ich nicht heraus

mee, Thursday, 10.06.2010, 04:07 (vor 5691 Tagen) @ Gast_bb

Deine Position in einem Satz: Individualität ist gegen die Natur und gehört
abgeschafft. Wer das nicht einsieht, verweigert sich der Realität.

Danke, aber: nein, danke. Werd mit deiner Ideologie glücklich, aber
versuch sie nicht anderen aufzuzwängen. Deine Mann-Frau-Zweiteilung ist
nicht weniger ideologisch als die der Gender-Konstrukteure, die alles in
neue Formen pressen wollen.

Es einen Unterschied zwischen dem Verhalten von Individuen und statistischen Häufungen. Feminismus behauptet, z.B. das statistisch nachgewiesene weniger ausgeprägte Interesse an einer Vorstandskarriere sei ein soziales Konstrukt das Frauen diskriminiere. Es seien Maßnahmen notwendig, um dieses soziale Konstrukt zu bekämpfen. Es wird so die Norm Androgynität aufgestellt und jedem der sich in seiner Individualität dieser neuen Norm entziehen möchte unbesehen unterstellt, er/sie sei Verfechter/Kollaborateur des "Patriarchates" - und damit sozial zu ächten.

Der kleine feine Unterschied besteht darin, ob man sich dafür einsetzt dass Individuen die sich nicht rollenkonform Verhalten nicht gemobbt werden, oder ob man eine neue Norm bzw. Zwangsmoral aufbaut die die meisten Menschen nur unter großer Selbstverleugnung, -Ablehnung und Doppelmoral "hinkriegen".

Ersteres ist nmE für eine aufgeklärte Gesellschaft selbstverständlich, und letzteres ist eben für eine breite Masse einschränkender als es die traditionellen Geschlechterrollen unter den heutigen materiellen Voraussetzungen jemals hätten sein können.

Die meisten Frauen wollen insgeheim immer noch den Beschützer und Hauptversorger, und die meisten Männer sehen darin ihren bestmöglichen Beitrag zum gemeinsamen Projekt Familie. Und es sieht so aus, als gebe es für diese Tendenz biologische Ursachen, die meisten Männer und Frauen "können nicht anders"

"Das private ist Politisch", man greift ins Intimste ein was Menschen miteinander haben, in die Gestaltung ihrer Liebesbeziehungen.


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