Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mit ihrer Aussage dort hat sie aber Recht!

Prometheus, Luxemburg, Monday, 10.05.2010, 23:02 (vor 5716 Tagen) @ Krischan 02

Daß du hier im Forum ungestraft gegen das lingksgrünfaschistische
Muselsystem wettern darfst, also ein Recht auf Meinungsfreiheit genießt,
hast du nicht den Ingenieuren zu verdanken, sondern Philosophen. Und das
ist nicht das einzige.

Und dass es überhaupt Foren gibt, in denen du dazu auffordern kannst, das Kapitalistenpack in die Nordsee zu jagen, verdankst du Ingenieuren. Philosophie wurde immer dann praktiziert, wenn es eine Schicht von Menschen gab, die nicht arbeiten musste, und so Zeit für all mögliche Freizeitbeschäftigungen hatten. Die alten Griechen hatten zum Beispiel Sklaven, die ihnen die Arbeit abnahmen und ihnen Zeit für die Philosophie ließen. Unter anderem auch die Zeit, die Sklaverei philosophisch zu legitimieren:

Aristoteles hielt die Sklaverei für von Natur aus gerechtfertigt; Sklave sei, wer „mit den Kräften seines Leibes das so Vorgesehene auszuführen imstande“ sei. Dies traf seiner Meinung nach aber nicht auf alle zu, die körperlich geeignet sind, sondern nur auf Nicht-Griechen, so genannte „Barbaren“ (Menschen, die nicht Griechisch sprechen). Barbaren sind nach Aristoteles Sklaven von Natur aus. Sie besäßen nicht nur den Körper, der sie zur Verrichtung der Arbeit prädestiniere, sondern seien auch in ihren geistigen Fähigkeiten eingeschränkt, sodass sie von der Sklaverei profitierten, indem ihr Besitzer für sie denke. Ohne diese Ansicht war seine Theorie der Polis undenkbar, da sie auf der Muße der Herrschenden aufbaute, sich mit „höheren“ Dingen zu beschäftigen.

Es ist also nicht alles gut was philosophiert.

In einer freien Gesellschaft sollte keiner in der Lage sein, von den Früchten anderer Arbeit zu leben, den das ist Sklavenhaltung.

Es wundert mich, dass dir als Linker noch überhaupt nicht aufgefallen ist, dass Philosophie immer ein reines Oberschichtenphänomen war, und nur auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung stattfinden konnte.

Und was zur Hölle ist ein Muselsystem? Dagegen habe ich bestimmt nicht gewettert, den ich habe dieses Wort noch nie gehört.


In groben Zügen: Eine bedarfsorientierte Produktion, eine demokratische
Kontrolle der Produktionsmittel,...

Das klingt doch sehr nach Kommunismus und Fünfjahresplänen. Das hat aus mehreren Gründen nicht funktioniert. Erstens ist es fast unmöglich, eine große Volkswirtschaft zentral zu koordinieren. Es kam im Kommunismus unter der Planwirtschaft immer wieder zu Versorgungsengpässen. Zweitens, wer entscheidet über den Bedarf, wer entscheidet über die Verteilung? Muss jeder das nehmen, was der Staat ihm von oben herab zugeteilt hat. Drittens, woher kommt die Motivation er Menschen, sich einzusetzen. Ist dir die Tragik der Allmende bekannt?

Vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden. Dein Beitrag klang wie
ein Plädoyer gegen das Scheidungsrecht. (Zumindest das Scheidungsrecht der
Frau)

Ich bin tatsächlich gegen das Scheidungsrecht, allerdings nicht nur gegen das der Frauen sondern auch gegen das der Männer. Eine Ehe sollte beidseitig bindend sein.

Hier ein Link, der die Probleme mit dem Scheidungsrecht erklärt:

http://novaresources.blogspot.com/2009/04/general-theory-of-human-mating.html

Und wenn du tiefer einsteigen möchtest, sind die Texte von Roger Devlin zu empfehlen:

http://box.net/mensarefugee26388/1/17654084#/mensarefugee26388/1/31706454


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