Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mit ihrer Aussage dort hat sie aber Recht!

Krischan 02, Monday, 10.05.2010, 01:15 (vor 5717 Tagen) @ Prometheus

Aber in keineswegs allen Weltreichen (mir fällt spontan gar keins ein)
hatte eine Mehrheit der Untertanen Zugang zum Wohlfahrtsstaat. Allein

die

Idee eines allgemeinen Zugangs zur Bildung ist eine sozialistische

Idee.

(Natürlich muß ein eingefleischter Liberaler diese Idee nicht gut

finden.

Ich finde sie sinnvoll.)


Deshalb habe ich ja vorhin extra einen super tollen Link gepostet. Also
nochmal:

The Fate of
Empires

Der Autor geht auf diverse Weltreiche ein, besonders aber auf das Römische
und das Arabische. In Bagdat ... Stattdessen führten die Bagdater die fünf Tage Woche ein.”
[/i]


Du bist jetzt aber nicht ernsthaft dafür, Zugang zu Bildung (und damit anschließend einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten) von der Finanzlage des Studenten oder dessen Geschlecht abhängig zu machen?

Kann sein. Bei den Bankern sieht man diese Haltung überdeutlich. Was

nun

Arbeitslose anbelangt, so sehe ich durchaus ein Recht auf Zuwendungen,

da

sie vorher nicht wenig Steuern bezahlt haben. Eine Hand wäscht die

andere.

Mit einem Arbeitslosengeld, das zur kurzfristigen Überbrückung dient, habe
ich keine Probleme. Eine dauerhafte Versorgung sollte aber verhindert
werden.

Wenn es kurzfristig sein soll, soll der Arbeitslose aber auch binnen kurzer Frist sich auch wieder finanzieren können. Mit 400 Euro im Monat geht das nicht. Es wäre allerdings vielleicht gar nicht so schlecht, den Sozialstaat ganz abzuschaffen. Wenn die Leute sich wirklich trotz Vollzeitstelle nicht finanzieren können, greifen sie vielleicht doch endlich zu den Waffen und jagen das Kapitalistenpack in die Nordsee.

Wie mir scheint, siehst du keinen Sinn in Soziologie. Ich finde, es ist
durchaus zum volkswirtschaftlichen Nutzen, wenn es Leute gibt, die sich
Gedanken machen, wie eine Gesellschaft möglichst konfliktfrei

funktioniert,

wie man Konflikte im Vorfeld beheben kann und möglichst viele Menschen

ins

gesellschaftliche Leben einbinden kann, um einen für die Gesellschaft
möglichst guten Beitrag zu erbringen. Wer zufrieden ist, arbeitet

nämlich

besser.


Das Problem ist, dass ein großer Sozialstaat immer zu Überschuldung führt,
und damit letztendlich zum Systemkollaps. Es sei noch einmal der Link
empfohlen. Eine Gesellschaft kann nicht mehr verteilen, als sie produziert,
und bei allen europäischen Ländern häufen sich seit den Siebzigern die
Schuldenberge.

Mir bleibt der Zusammenhang zwischen diesem Absatz und meiner Erklärung für die Soziologie verborgen. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Müdigkeit.

Soziologen wie Gerhard Amendt weisen schon seit Langem darauf hin, daß
Kinder Alleinerziehender größer Gefahr laufen, ins Abseitz abzudriften.

Daß

dies an einem Sozialstaat liege, ist vor seiner empierischem Nachweis

aber

erst mal eine Behauptung.


Der Sozialstaat schafft erst die Basis, auf der allein erziehende gedeihen
können. ...

Na danke schön. Wenn ich meine Frau nicht mehr leiden kann, möchte ich mich von ihr auch dann trennen können, wenn Kinder dabei sind.


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