Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mit ihrer Aussage dort hat sie aber Recht!

Prometheus, Luxemburg, Monday, 10.05.2010, 15:32 (vor 5716 Tagen) @ Krischan 02

Du bist jetzt aber nicht ernsthaft dafür, Zugang zu Bildung (und damit
anschließend einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten) von der Finanzlage
des Studenten oder dessen Geschlecht abhängig zu machen?

Du hast geschrieben:

Aber in keineswegs allen Weltreichen (mir fällt spontan gar keins ein)
hatte eine Mehrheit der Untertanen Zugang zum Wohlfahrtsstaat. Allein

die

Idee eines allgemeinen Zugangs zur Bildung ist eine sozialistische

Idee.

Und ich habe Beispiele dafür gebracht, dass unsere Gesellschaft keinesfalls so einmalig ist, wie viele immer gerne behaupten. Es gab auch in anderen Reichen schon Sozialstaat und freien Zugang zur Bildung für alle. Im Text wirst du noch viele weitere Parallelen zwischen unserer Gesellschaft und vergangenen Gesellschaften finden.

Wer über ein entsprechendes IQ verfügt, sollte Zugang zu Bildung in für die Gesellschaft nützlichen Bereichen haben. Unterstützung für Studien im Ingenieursbereich kann also sinnvoll sein, keinesfalls aber in brotlosen Künsten wie Philosophie.

Wenn die Leute sich wirklich trotz
Vollzeitstelle nicht finanzieren können, greifen sie vielleicht doch
endlich zu den Waffen und jagen das Kapitalistenpack in die Nordsee.

Und wenn du die Kapitalisten endlich los bist, wer stellt dann etwas auf die Beine? Das Kollektiv? Wie sieht deine ideale, nicht-kapitalistische Wirtschaftsordnung aus?

Der Sozialstaat schafft erst die Basis, auf der allein erziehende

gedeihen

können. ...


Na danke schön. Wenn ich meine Frau nicht mehr leiden kann, möchte ich
mich von ihr auch dann trennen können, wenn Kinder dabei sind.

Du möchtest also, dass der Staat für dich einspringt, wenn du keine Lust mehr hast. Du möchtest andere dazu zwingen, für deinen Nachwuchs zu sorgen. Du möchtest, dass andere sich krumm machen müssen, um deine Gene zu propagieren.

Menschen sind motiviert zu arbeiten, wenn sie mit den Früchten ihrer Arbeit ihre eigenen Kinder versorgen können. Die Zivilisation wurde von Männern aufgebaut, die mit ihrer Arbeit ihre Gene propagieren wollten. Immer wenn Arbeit dies ermöglichte, wurde etwas erschaffen.

Eigentlich argumentierst du gerade in feministischen Mustern; die Gesellschaft soll dir gefälligst alle Verantwortungen abnehmen, und die Konsequenzen deiner Entscheidungen tragen.


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