Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Mär von den 10 %

Ferdi, Thursday, 20.01.2005, 18:01 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:


Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
[quote]Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?
[/quote]

Hallo Bubbles!

Du als Frau kannst Dir immer sicher sein, dass das Kind von Dir ist, denn Du hast es ja ausgetragen und geboren. Aber kein Mann kann sicher sein, dass er der Vater ist. Es sei denn er hat seine Frau selbst defloriert und die ist von diesem ersten Geschlechtsverkehr schwanger geworden. Und selbst da gibt es keine hundertprozentige Sicherheit für den Mann. "Mothers baby, fathers may be" heisst es ja so schön.

Wenn ich also den Verdacht in mir hege, dann habe ich den heimlichen Wunsch, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigen möge. Schliesslich hat man geheiratet oder lebt mit der Frau zusammen weil man sie liebt. Ein diskreter (ich will das Wort heimlich hier vermeiden) Vaterschaftstest kann mir die erwünschte Klarheit bringen. Besagt das Ergebnis, dass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Vater bin, dann poltert mir ein Felsbrocken vom Herzen und ich werde meine Frau und unser Kind noch viel mehr und intensiver lieben.

Jetzt stell Dir vor, ich äussere den Verdacht im Gespräch mit meiner Frau. Ich glaube, dass in 99% solcher Fälle dann der Haussegen schief hängt, wenn er nicht sogar endgültig von der Wand fällt. Kennen wir doch von den Eheverträgen. Da heisst es doch oft: "Was, so wenig vertraust Du mir, dass Du einen Ehevertrag brauchst?" Genau dieselbe Platte wird dann hier sofort auch aufgelegt. Frauen fordern von Männern ein Maß an Vertrauen, das wegen der heutigen Rechtslage nicht mehr zu rechtfertigen ist. Frauen sind nämlich auch nur Menschen und für alle Verführungen anfällig, und wenn ihnen eine feministische Gesetzgebung die gebratenen Tauben vor dem Gesicht baumeln lässt, so dass sie nur noch zugreifen müssen, ohne einen Schritt zu gehen, dann können dem nur äusserst charakterstarke Frauen mit gefestigtem, moralischen Gerechtigkeitssinn widerstehen.

Wenn aber der Test die Vaterschaft ausschliesst, dann ist die Beziehung zerbrochen, aber dann mit handfestem Grund und nicht aufgrund einer vagen, nicht bewiesenen Vermutung. Dann kommt der Hinweis auf das arme Kind, das den Mann als Vater angesehen hat und "Papa" gesagt hat, dann auf einmal kommen aus dem Bienenkorb keine Gegenargumente, sondern nur noch verbale Reizgasschwaden für die Tränendrüsen. Dabei ist auch dieses Problem lösbar. Madame müsste dann den Gang nach Canossa antreten und Ross und Bereiter nennen, damit der dann zur Unterhaltszahlung herangezogen wird. So wäre es gerecht. Aber davor haben die modernen Powerfrauen eine Angst wie der Teufel vorm Weihwasser.

Gruss,
Ferdi


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