Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Erfahrung in der Bahn

Sven74, Sunday, 28.11.2004, 01:00 (vor 7739 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Erfahrung in der Bahn von Jolanda am 27. November 2004 22:29:52:

Lieber Rüdiger
Grinst...ich verkehre in keinen Bars. Ich arbeite zwei bis drei mal die Woche in einen gehobenen Speiselokal, also wirklich mit erstkalssigem Service und einer schönen langen eleganten Bar, gleich neben der Lounge.
Zuerst einmal bin ich die ältest im Team...die anderen Mädels sind alle so zwischen 21 und 25 Jahren. Ich könnte also ihre Mama sein. In der Küche arbeiten auch nur Frauen.
Und schon im gegenseitigen Dialog von diesen jungen Frauen, stelle ich jedes mal fest, wie tief die Klischees sitzen. Bei dieser Generation von Frauen ist das sozusagen mit ihnen mitgewachsen, ihr ganzes Leben. Sie werden überall mit diesem Bild vom schwanzgesteuerten Mann und der besseren Frau konfrontiert und haben das total verinnerlicht. Ich meine, da musst du gar nicht dikutieren, das ist so. Und viele junge Männer geben ihnen nocht recht. Vor einer Woche hat ein junger Mann zu mir gesagt: "Unsere Welt wäre viel besser, wenn nur Frauen an der Macht wären", im vollen ernst hat er das gemeint und Rüdiger, das habe ich nun schon von diversen jungen Männern gehört. Das haben ihnen ihre Mütter erzählt und die Medien und schlaue Bücher und Alice Schwarzer.
Und ich höre schon wie Frauen das genau so sagen, wie ich es geschrieben habe und noch ganz anders, vielleicht verkehrst du ja in einer Bar wo nicht unbedingt 20 jährige Mädchen und Jungs rumhängen.
Dort wo ich arbeite, das ist ein sogenanntes "Inlokal", wer dabei sein will, der geht da auch hin. Wir haben Kundschaft von 17 bis 70 Jahren.
Mir fällt das ehrlich gesagt, seit ich dort arbeite auch viel mehr auf. In meinem Freundeskreis sind vor allem Leute in meinem Alter und dort wird schon ein bisschen mehr differenziert. Aber wenn du unter jungen Leuten bist, dann ist das ganz anders.
Diese Generation, die hat viel von dem Mist verinnerlicht, gegen den wir nun ankämpfen müssen.
Ich sauge mir hier wirklich nichts aus den Fingern.
Hast mich aber zum Grinsen gebracht mit deinem Posting ;-)
Herzlicher Gruss
Jolanda

Dies war u.a. ein Grund warum mein Nachbar (Anfang 30) sich eine Partnerin aus dem osteuropäischen Ausland gesucht hat. Er wollte einfach eine liebevolle Frau mit der er Kinder haben kann und die nicht auf dem femiegoistischem Egotrip ist.

Ergebnis: Die beiden sind ein Herz und eine Seele und sind zusammengeschweißt. Auch gegen starke Widerstände aus Familie und Freundeskreis halten sie eisern zusammen, einfach toll! Er ist ein netter Kerl und lieber Vater, der sich für seine Familie den Arsch aufreißt und sie ist eine wirklich liebevolle Mutter und "klassische" Ehefrau, welche noch richtig kochen kann (mit Anfang 20 eine Seltenheit heute) und sich richtig um Kinder kümmern kann. Er ist glücklich und sie ist ebenfalls glücklich und dies ist doch die Hauptsache. Natürlich ist dies ein "altmodisches" Familienmodel, aber wenn alle Seiten damit glücklich und zufrieden sind, was spricht dagegen?

Sven74


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