Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Erfahrung in der Bahn

Marki, Friday, 26.11.2004, 01:24 (vor 7742 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Erfahrung in der Bahn von Nikos am 25. November 2004 21:32:12:

Bevor einer von Euch bei so einer Gelegenheit mal zum Mörder wird, möchte ich doch eines zu bedenken geben:

Nicht jede Frau ist Emma-Aktivistin oder sonstwie willentlich daran beteiligt, Männern das Leben zur Hölle zu machen. Arne ist zwar eine Wappenfigur der hiesigen Szene aber außerhalb nicht so sehr bekannt.

Wer nicht weiß worum es geht, der hält das Buch aufgrund seines Titels vielleicht für eines jener Traktate, in denen sich humoristisch-sinnfrei mit dem Geschlechterverhältnis beschäftigt wird. Die Mehrzahl der Frauen hat nur eine trübe Vorstellung vom Feminismus und gar keine von der Gegenbewegung. Die Probleme die da dran und drumherum hängen sind ihnen schlicht nicht bekannt.

Demzufolge muß nicht jede Frau die euch darauf anspricht eine von Männerhaß zerfressene Radikalfeministin sein. Ich halte es für wahrscheinlich dass die Bahnmitarbeiterin wirklich nur einen Witz machen wollte. Sollte sie sich erkundigen was sich hinter dem Buchtitel verbirgt, wird sie nach dieser Erfahrung die Bewegung zur Wahrung der Männerinteressen für eine Ansammlung von krankhaft aggressiven Spinnern halten, die es mit Recht zu bekämpfen gilt.

Der Feminismus hat mE den Fehler gemacht, Unzulänglichkeiten des Systems ändern zu wollen und stattdessen zu oft den einzelnen Mann bekämpft, der selbst nur ein hilfloser Teil dieses Systems ist. Macht nicht dengleichen Fehler und seht den Feind in jeder Frau die euch über den Weg läuft und die einen minimalen Anknüpfungspunkt für den Geschlechterkrieg liefert.

Gruß

Marki


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