Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Peter, Thursday, 07.10.2004, 18:01 (vor 7791 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von susu am 07. Oktober 2004 14:44:01:

Ich weiss nicht, ob deine Definitionen von Humor und Komik weit verbreitet sind, sie klingen vernuenftig, vor allem:

Der Witz ist in diesem Sinne Identitätsstiftend, als daß er eine dichotome Beziehung aufbaut "those who get it - those who don´t".

Ich verdeutliche das Mal am Beispiel eines Witzes, der in Kreisen der Methematikstudis verbreitet ist: "In Nürnberg haben sie jetzt ein Epsilon gefunden, das ist so klein, das kann man schon fast als negativ betrachten". Darüber kann nur lachen, wer weiß was ein Epsilon ist (ob so ein Mensch das auch tut, hängt noch von weiteren Variablen ab, wie z.B. der schlechte des Geschmacks).

Die (bessere) Kurzform lautet: "Sei Epsilon kleiner Null ..." - da lacht der Mathematiker, und die anderen wundern sich. Warum du aber Gefallen an diesem Insider-Witz gleich an die Schlechte des Geschmackes koppeln muss, solltest du dir selber nochmal erklaeren; nur weil du mal draussen bist, ist der Witz noch nicht schlecht, nur halt fuer dich weniger lustig.

Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.
Das ist dementsprechend Unsinn. Trotz, oder gerade wegen des europäischen Anti-Semitismus bildete sich in Europa ein spezifischer jüdischer Witz

Ein gutes Gegenbeispiel zur These, die Maechtigeren koennten besser Witze machen. Dagegen ist es schon so, dass die Umstehenden ueber den Witz eines Maechtigen lauter lachen.

Gruss,

Peter


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