Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Und was ist mit untreuen Männern?

Mischa, Tuesday, 05.10.2004, 17:39 (vor 7793 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Und was ist mit untreuen Männern? von Guildo am 05. Oktober 2004 11:55:40:

Hi,

Ehebruch wäre dann ein Scheidungsgrund! Und wenn ein Mann, trotz der von dir beschriebenen "perfekten Ehefrau" der Versuchung nachgibt, muss er auch für die Konsequenzen geradestehen. Das heißt, die Frau kann hier zu Recht die Scheidung verlangen, die Kinder für sich fordern und Unterhalt für sich und die Kinder verlangen.

Aha. Dann muß ich als Mann also einen erheblichen Teil meiner Grundrechte beim Standesamt abgeben. Ich darf dann also bei Strafe keinen Sex mit Partnerinnen meiner Wahl haben, sondern bin auf genau eine Frau festgelegt. 68er ade. Einmal fremd poppen und schon sind die Kinder und das Geld weg? So war es bis 1977 und die Meisten Ehen wurden geschieden, weil die Männer beim Seitensprung erwischt wurden. Tatsächlich wurden damals viel mehr Männer zu Unterhalt verdonnert, als es heute der Fall ist.

=traditionelle Ehe, Rechtsauffassung der 50/60er Jahre

Du kannst das ja per Ehevertrag so regeln, ob du damit allerdings eine Frau findest?

Ein Mann, der untreu wird, dem läuft auch heute noch die Frau weg und er muss zahlen.

Nicht immer. Nur wenige geschiedene Frauen erhalten Unterhalt und wenn, dann nur sehr wenig. Lies bei Amendt nach.

Was ich auch richtig finde, aber wo bleibt eine vergleichbare Verpflichtung für die Frau? Die Möglichkeit, einer untreuen Ehefrau, die der Mann verlassen hat, den Unterhalt zu streichen, sind stark eingeschränkt und vom Wohlwollen eines Richters abhängig.

Wenn eine Frau aus einer sogenannten intakten Ehe ausbricht, verliert sie ganz schnell den Anspruch auf Unterhalt und im Justizministerium arbeiten sie gerade an einer weiteren Verschärfung. Ich sehe mich da als Mann nicht benachteiligt.

=Zerüttungsprinzip, seit ca. 1977 konsequent umgesetzt

Und das finde ich richtig so, deine Meinung über die Ehe scheint mir etwas veraltet, sei dir aber unbenommen. Ich finde es gut, daß mir die Schmutzwäsche vor Gericht erspart blieb und ich weiter die gemeinsame Sorge für die Kinder habe.

Gruß, Mischa


gesamter Thread:

 

powered by my little forum