Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Feministinnen unfähig?

Guildo, Monday, 04.10.2004, 19:18 (vor 7794 Tagen) @ Mischa

Als Antwort auf: Re: Feministinnen unfähig? von Mischa am 04. Oktober 2004 14:15:36:

Hi,

...Kinder kosten Geld und die Kohle muß her, egal wie. Es ist legitim, daß Frau die hälftigen "Kosten" einfordert, immerhin gibt es ja meist 2 Eltern und warum soll eine(r) sich drücken dürfen?

Es gibt nicht nur meist, sondern immer zwei Eltern. Aber diese vermeintlich nur am Kindeswohl interessierte Regelung, die dem am Scheitern der Ehe unschuldigen Partner entrechtet und zum Zahlsklaven verdammt, ist menschenunwürdig. Die Abschaffung des Schuldprinzips ist einer der größten Fehler gewesen. Konkrete Pflichten aber auch Rechte gegenüber dem Ehepartner gehören gesetzlich festgelegt. Wer dagegen verstößt, verliert das Kind und muss zahlen. Also zum Beispiel Ehebruch oder sexuelle Verweigerung (zumeist der Frau) müssten zur schnellen Scheidung unter Verlust des Sorgerechts und ggf. Übernahme der Unterhaltspflicht führen. Nicht die persönliche Sicht der Dinge ist für die Schuldfrage unerheblich, grundsätzliche Dinge sind von Bedeutung, wie: Bemüht sich der Mann, die Familie zu versorgen? Kümmert sich die Frau um die Kinder? Ist der Mann seiner Frau treu? Verweigert sich die Frau ihrem Mann sexuell?
Ich habe zugegebenermaßen ein sehr konservatives Verständnis von der Ehe, aber dieses traditionelles Bild ist letzlich das einzig funktionierende. Das heißt nicht, dass andere Lebensmodelle zu verdammen sind: Jedem sollte es frei stehen, seine Partnerschaft frei zu gestalten, dann aber ohne gesetzlichen Schutz auf eigener Verantwortung. Das bedeutet auch keinen Unterhalt, weder für sich noch für die Kinder. Die Abschaffung der Schuldfrage diente eigentlich nur dazu, den Frauen das bequeme Entsorgen ihrer uninteressant gewordenen Ehemänner zu ermöglichen. Theoretisch sind zwar auch unterhaltspflichtige oder nicht unterhaltsberechtigte Mütter denkbar. Es ist allerdings mehr als auffällig, dass selbst die berufstägigen, gut verdienenden, so furchtbar emanzipierten Frauen stets nach einem besser verdienenden Mann Ausschau halten. Sie wissen schon warum!

Das gilt dann aber bitte auch für verantwortungslose Väter, denn auch die gibt es - leider.

Was ist ein verantwortungsloser Vater? Siehe oben! Wer sich an den erwähnten konkreten Pflichten nicht hält, also zB. Ehebruch begeht (die Frau aber alle ihre ehelichen Pflichten erfüllt), der ist verantwortungslos und muss zahlen. Nur diese Definition ist heutzutage ungültig. Aus femistischer Sicht ist jeder Vater verantwortungslos, der nicht dem Wunschbilde seiner Frau entspricht. Der Unterhalt verkommt hier zu einer Strafsteuer für die nicht erfüllten Wunschträume der Frau! Und was ist mit dem Kindeswohl? Da sollte man doch die Frau fragen, die ihre Selbstverwirklichungsphantasien nicht nur auf Kosten des Mannes sondern auch auf Kosten des Kindes ausleben wollen. "Der Mann" oder notfalls "die Gesellschaft" sollen dafür gerade stehen.

Naja, sie verzichtet ja auf Einkommen und betreut dafür das Kind. Auch das ist eine Leistung, die am Monatsende geldwert in der Kasse fehlt.

Solange Frauen verheiratet sind oder in einer festen Beziehung leben, wollen sie selbstverständlich als emanzipierte Frau berufstätig und selbständig sein. Nur wenn sie ihres Partners überdrüssig wird, fällt ihr auf einmal die traditionelle Frauenrolle ein. Dann heißt es auf einmal: "Das Kind gehört zur Mutter!" und "Ich muss doch auf mein Kind aufpassen" Vorher aber, wo der Mann noch da war, hatte sie kein Problem damit, ihr Kind zum Kindergarten/-krippe zu bringen, um zu arbeiten, schließlich meint sie ja: "Ich lasse mich doch nicht ins Haus einsperren!"

Gruß vom Guildo


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