Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Neues Scheidungsrecht

Anti-Sexistin, Monday, 01.03.2004, 22:18 (vor 8011 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Neues Scheidungsrecht von Jörg am 01. März 2004 19:51:54:

> > An dieser Stelle könnte man eine weitere Diskussion aufmachen, warum Karrierefrauen keinen Partner finden...

[Provokation gelöscht]
K.

Ganz einfach:
Der Oberarzt/Rechtsanwalt ist auch bereit die Krankenschwester/Rechtsanwaltsgehilfin als Partnerin zu akzeptieren.
Die Oberärztin/Rechtsanwaltin lässt sich aber nicht auf Männer "unter ihrem Niveau" ein. Also keine Chancen für Handwerker, Facharbeiter o.ä.
Da bleibt dann natürlich auch nicht so viel Auswahl.
Sven74[/i]

Sehr richtig.
Frau akzeptiert in aller Regel höchstens einen Mann auf gleichem
beruflichen oder gesellschaftlichen Niveau, nicht jedoch einen Mann
unter ihrem Niveau. Insgeheim will eine Frau nach wie vor ein
"Obermännchen" (am besten einen "Rudelführer") haben, zu dem
sie aufschauen kann.
Der Status des Mannes und seine Finanzkraft sind die wesentlichen
weiblichen Partnerwahlkriterien.
Gruß, Jörg

Hey Jörg,

zu einer Beziehung gehören immer zwei. In solchen Verallgemeinerungen können Feministen und Maskulisten höchstens auf rechtlicher Ebene reden. Doch was Beziehungen angeht, kann man nur in Blick auf beide Parteien reden. Und da immer die Männer wieder auszublenden, ist doch grundsätzlich Quatsch. Ja, es gibt Frauen, die sich nach oben orientieren. Es gibt genauso viele Frauen, denen der Status nicht wichtig ist. Selbst vor der Frauenemanzipation haben Männer nur Frauen geheiratet, bei denen die Mitgift stimmte. Wenn sich Männer "nach unten" orientieren, steckt dahinter meistens ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl und eine Masse Narzißmus. Dennoch gibt es viele Männer, die gut verdienen und nur gut verdienende Frauen wollen. Gerade um nicht wegen des Geldes geliebt zu werden. Wieso soll das bei Frauen so empörend sein. Eine Frau will eben auch nicht wegen ihres Gehaltszettels geliebt werden.

Kleiner Literaturtip

Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Suhrkamp

Die geschlechtsspezifische Perspektive ist hier viel zu verkürzt, wenn Männer als besonders mildtätig und moralisch gütig hingestellt werden, weil sie sich nach unten orientieren.

Etwas Soziologie und Sozialpsychologie wäre hier nun mal angebrachter.

Gruß

Anti-Sexistin


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