Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Eman(n)ze, Monday, 10.11.2003, 00:46 (vor 8123 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Wer aus der Geschichte nichts lernt.... von Xenia am 09. November 2003 13:33:51:

Deine Befürchtungen bzgl. Radikalisierungen teile ich (siehe Thread "Probleme mit dem Begriff Maskulismus"), andererseits ist die Radikalisierung (leider!) eine logische Konsequenz der vorangegangenen Radikalisierung auf der Femi-Seite. Dennoch tritt keine Kompensation ein, da RadFem-Kräfte und Rad-Mask-Kräfte an sehr unterschiedlich langen Hebeln wirken.

Während nämlich RadFem-Kräfte sich im Laufe der Jahrzehnte in Medien, Politik und Justiz etabliert haben, kommen RadMask-Gruppierungen nicht über diverse Internetforen hinaus. Angesichts des Leidensdruckes infolge dieses Ungleichgewichts ist der Zulauf zu RadMasku-Aktivitäten durchaus verständlich. Keineswegs ist diese RadMask-Entwicklung jedoch förderlich, um etwas gesellschaftlich zu bewegen oder den RadFeminismus zu neutralisieren. Warum? Radikale geschlechtsspezifische Ansichten jeglicher Art treffen in der Bevölkerung nur auf wenig Resonanz. Dies ist ironischerweise dem Feminismus zu verdanken, der ja seine Blütezeit ebenfalls schon überschritten hat. Doch der RadFeminismus kann - im gegensatz zum RadMaskulismus - auf ein Reservoir von jahrzehntelanger ideologischer Agitationsarbeit zurückgreifen.

Daher ist m.E. eine Neutralisation entgegengesetzter radikaler Auffassungen in dem Sinne nicht möglich. Effektiver bei der Eindämmung des Radikalismus sind Sachlichkeit und Zweckgebundenheit - also weitgehend ideologiefreie Korrekturmaßnahmen für feministische Fehlgestaltungen unserer gesellschaft.


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