Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Höchst bedenkliche Verschiebung im Geschlechts-Dimorphismus.

Altschneider, Monday, 05.10.2009, 16:44 (vor 6024 Tagen) @ T.R.E.Lentze

o Bei höheren Tieren - "höher" sowohl für den Biologen als auch in
der volkstümlichen Wertung - sind meist die Männchen größer und
schöner als die Weibchen. Beispiel: Löwe; Pfau. Ausnahme: Greifvögel.

o Bei niederen Tieren sind meist die Weibchen größer als die
Männchen. Ja, es gilt: Je die häßlicher und verabscheuungswürdiger diese
Tiere sind, desto mehr tun sich die Weibchen hervor. Vgl. die Spinnen und
parasitischen Würmer.

Was ist das jetzt wieder für ein Dummfug - oder ist das jetzt wieder einmal Humor, den ich nicht verstehe?

Kein moderner Biologe (womit ich mit modern die Zeit nach 1945 meine) wird die Unterteilung in höhere und niedere Tiere gutheißen oder auch nur in diesen Kategorien argumentieren. Wie auch, die meisten Tiere haben einen längeren und komplexeren Entwicklungs- und Evolutionsweg zurückgelegt als Menschen, und sind entsprechend gut angepasst. Ein Einzeller ist hochkomplex, was das Leben mir Organellen angeht, ein Bakterium Biochemisch absolut state of the Art und Viren sind zwar, was Leben angeht, absolute Napfsülzen, haben aber gewissermaßen den Feminismus erfunden, indem sie von anderen leben, sie zu ihrer eigenen Reproduktion benutzten und sie töten, wenn sie zu erfolgreich sind. Spinnen sind, was zum Beispiel Netzbau angeht, hoch entwickelt, und die parasitischen Würmer oft aus wesentlich komplexeren Arten abgeleitet - und eben angepasst an ein Leben in Wohlstand und Saus und Braus.

Wohingegen wir Kronen der Schöpfung (das klingt immer so, als wäre ein Gott Zahnarzt) noch mit der ursprünglichen fünfstrahligen und langweiligen Extremität rumlaufen und -greifen. Nix höher und nieder!

Diese Denken in höher und nieder haben wir der Typologie und damit, als einem ihrer populärsten Vertretern der Neuzeit unserem Universaldilettanten Goethe zu verdanken, Naturlehre gehörte halt auch zu den Sachen, die er nie wirklich verstanden hatte. Es gab mal eine Zeit, wo goethesche Naturbetrachtung wirklich hipp war und so ist es in der Biologie auch zu typologischen Exzessen gekommen, die aber seit Darwin überwunden sind. Beruht auf der Vorstellung, dass sie alles, auch Lebewesen, irgendwohin entwickeln, zu einem idealen Typus hin, einem optimalem Leitbild, einem Omega-Punkt.

Der von dir aufgegriffene Unterschied der Größe hängt meist damit zusammen, dass die Eizellen größer und energiehaltiger sind als die Spermazellen und das einige Arten eben die Strategie: viele Eier, viele Kinder, wenige Überlebende verfolgen und dann, klar, sind die Weibchen größer als die Männchen.

Und schöner: ich kann mir vorstellen, das uns eine Spinne genauso hässlich findet wie wir sie: behaarte Beine - na gut, das geht noch- aber schon die wenigen Augen sind ja ein deutliches K.O.-Kriterium. Und das wir, innerhalb der Art, das andere Geschlecht im Allgemeinen als attraktiv empfinden, liegt in der Natur der Sache und vielleicht auch in dem von mir postulierten Bindungsinstinkt.

Erinnert mich irgendwie an die Männerhetze, die die öffentlich-rechtlichen vor ein paar Jahren im Radio trieben: bei allen Säugern wären die Männchen groß und stattlich, nur beim Menschen wären die Frauen schöner - was genauso Müll ist, stattliche Gestalten mit prächtigen Bärten und außerliegenden Genitalien findet man nur selten bei Frauen.

Frauen waren schon immer mächtiger als Männer, weil sie die Kinder geboren und aufgezogen haben und diese meist schon verkorkst waren, wenn sie endlich zu den Vätern gelangten. Und Frauen haben weniger Hemmmechanismen gegenüber den Nachkommen als Männer, sodass Frauen immer schon die Zukunft in der Hand hatten. (Vielleicht haben Männer deswegen Reiche erobert, weil sie einfach von ihren Frauen weg wollten, wer weiß?)

Es geht mit dem

Menschen berg-ab.

Weiß nicht, ging es jemals so richtig bergauf? Bergab geht es allerdings mit Deutschland wie mit anderen Kulturen, die vom Feminismus verseucht wurden. Moslems meinen ja nicht zu Unrecht, dass ihre Kultur der unseren in vielen Aspekten, gerade was das Sozialverhalten angeht, weit überlegen ist und daher mit allen Mitteln geschützt werden muss. Die Verstehen es einfach nicht, was hier abgeht - und ich verstehe es auch nicht, nebenbei bemerkt.


Ist es nicht inzwischen so, daß wir uns beim Anblick eines wirklichen
"höheren" Tieres - eines männlichen Löwen etwa - schämen müssen?
Mir
jedenfalls geht es so.

Ich schäme mich höchsten dafür, dass wir in einer reichen Gesellschaft, in der es uns kaum an etwas mangelt, uns gegenseitig das Leben zur Hölle machen anstatt es zu genießen und glücklich zu sein, wenn wir schon auf anderen Menschen kosten leben - das diese Jammertussen und Daueropfer das Klima hier so versaut haben, dass es mittlerweile zu guten Ton gehört, überall Benachteiligungen, Diskriminierungen zu wittern und sich gegenseitig voller Neid in die Teller zu spucken. Eine durchfeminisierte Gesellschaft - pfui Deibel! Aber daran bin ich mit Schuld.

Fremdschämen tue ich mich allerdings für diesen Quark, den du oben verzapfs


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