Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nehm erstmal deine ideologische Brille ab

Roslin, Saturday, 19.09.2009, 13:04 (vor 5945 Tagen) @ terrormumu
bearbeitet von Roslin, Saturday, 19.09.2009, 13:18

Nicht, dass mich das Leugnen jeglicher Wirkung der Sozialisation
speziell hier in diesem Forum jetzt groß wundern würde, aber wenn Du Deine
Argumentation noch retten willst, musst Du jetzt Dänen, Portugiesen,
Italienern und Deutschen als Gruppen einen unterschiedlichen Gensatz
bescheinigen. Ich hab ja schon einige haarsträubende und wirre *hust*
Theorien von dir gelesen, aber...glaubst Du wirklich dran?

tm

Du scheinst nicht viel von mir gelesen oder nicht viel verstanden zu haben.
Wo leugne ich denn "jeglichen" Einfluss der Sozialisation?
Ich meine mich daran zu erinnern, dass ich gelegentlich darauf hinweise, dass Biologie und Sozialisation eng miteinander verschränkt sind, gar nicht genau gegeneinander abzugrenzen sind, weil sie auch nicht unabhängig voneinander sind, beide ungefähr je hälftig an der Ausformung menschlichen Verhaltens beteiligt.
Die Sozialisation vollzieht sich ja nicht biologieunabhängig und wirkt wieder zurück auf die Biologie.

Jungen zeigen von Geburt an ein anderes Verhalten als Mädchen, machen andere Angebote, reagieren auf Angebote im Schnitt anders als Mädchen, worauf Mütter und Väter wiederum instinktiv je anders reagieren als Männer und Frauen. Väter gehen mit Söhnen anders um als mit Töchtern, Mütter genauso und wiederum gehen Mütter im Schnitt mit Kindern anders um als Väter.
Weil die einen Männer, die anderen Frauen sind.
Jungen sind anders zu trösten, anders zu motivieren usw. im Schnitt als Mädchen, um nur dieses Beispiel zu nennen.
Das Stressbewältigungsystem funktioniert bei Jungen und Mädchen im Schnitt unterschiedlich dank der Ausschüttung unterschiedlicher Hormone in unterschiedlicher Konzentration die auch noch unterschiedlich wirken, je nachdem, ob wir es mit einem männlichen oder weiblichen Organismus zu tun haben
Frauen in Konfliktsituationen reagieren eher mit Begütigungs-u. Befriedungsbemmühungen - tend and befriend, bei Männern eher Kampf-od. Fluchtreaktion - fight or flight.
Dein Hinwweis auf andere Kulturen/Staaten hilft nicht viel.
Dort sind die Verhältnisse bestenfalls graduell anders, aber nicht prinzipiell.
Auch in Skandinavien haben wir z.B. eine Lohnlücke von ca. 17%, weil auch in Skandinavien eher Frauen als Männer wg. Kinderbetreuung und Familienarbeit ihre Erwerbsarbeit einschränken.
Weltweit ist die Kinderbetreuung im Wesentlichen Frauensache.
Auch andernorts wird die Masse der Patente von Männern angemeldet, dominieren diese unter den sehr Dummen und sehr Klugen, sitzen sehr viel mehr Männer als Frauen wg. köperlicher Gewaltdelikte im Gefängnis usw.

Wer den Menschen über soziokulturelle Einflüsse "steuern" will, was ohnehin nur im Rahmen natürlicher Grenzen gelingen kann, muss erst einmal ein realistisches Bild von seiner Natur gewinnen.
Das macht ja das soziokulturalistische Gehampel so besonders absurd und sinnlos, dieses Ableugnen einer menschlichen Natur, die in männlicher und weiblicher Ausprägung vorliegt.
Aber das ist die herrschende Zeitgeistmode tut, zu leugnen, dass es überhaupt eine gibt, eine menschliche Natur in männlicher und weiblicher Ausprägung.
Nicht mehr in den Biowissenschaften.
Dort ist der soziokulturalistische Wahn seit ca. 15 Jahren im Wesentlichen vorbei.
Nicht so in den Geistes-u. Sozialwissenschaften, die die Öffentliche Meinung und die Produzenten der Veröffentlichten Meinung prägen.
Die glauben noch brav empiriefrei an ihre 68'er-Dogmen und stürzen wie ausgehungerte Schweine auf schimmeliges Brot auf jene biowissenschaftlichen Außenseiter, die ihre ideologische Religion teilen, vermitteln so ein absurd falsches Bild.
Einfach mal lesen, 2 sehr kluge Frauen, falls Du Männern in diesen Fragen nicht so recht traust:
eine Soziologin, Helena Cronin: Getting human nature right.,
Sich Klarwerden über die menschliche Natur. (Tut mir leid, Rainer, ist in Englisch, kann's trotzdem stehen bleiben, ist sehr interessant, habe keine Zeit, das zu übersetzen).

eine Verhaltensforscherin und Psychologin, Doris Bischof-Köhler: Von Natur aus anders.
Der Vortrag fokussiert auf die Jungen, aber im gleichnamigen Buch der Autorin sind auch die Mädchen abgehandelt.

Ein Mann kann natürlich auch nicht schaden, Prof. Irenäus Eibl-Eibesfeldt - Gene oder Gesellschaft


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