Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Zwangsprostitution

Conny, NRW, Monday, 19.05.2008, 03:10 (vor 6521 Tagen) @ Borat Sagdijev

Der Endkonsument muß vor allem bis zu 60% seiner Arbeitskraft (wenn er
Arbeitet) dem Staat abgeben. Da spielen Zinsen erstmal so gut wie keine
Rolle.

So gut wie keine Rolle? Sehe Dir doch die Staatsverschuldung an! Die Hälfte davon wird sicher für den Zins ausgegeben, wenn nicht neue Schulden für den Zins aufgenommen werden.

Du kommst mir vor, als wärst du in einer Art sozialistischen Opferrolle
gefangen.

Ganz sicher nicht. Du mußt Dir doch nur mal die Ausgaben der Endkonsumenten ansehen und sie ins Verhältnis zu den Zinserträgen stellen. Der Endkonsument bezahlt den Zins doch, den die Unternehmer dem Endkonsumenten durchreichen müssen.

Mit Sozialisten brauche ich darüber nicht mal reden. Die haben dafür eine Lösung, die keine ist, da sie das Geldsystem so lassen wie es ist. Sehe Dir allein mal die Zinsezinsformel an. Ist das nicht eine Exponentialfunktion, die dafür sorgt, daß man dem Volk die Schlinge immer schneller um den Hals zuzieht? Merkst du nicht, daß diejenigen, die noch arbeit haben, immer mehr arbeiten müssen und im gleichen Atemzug immer mehr aus dem Arbeitsprozess ausscheiden?

Ich habe noch keinen Sozialisten gehört, der das Geldwesen kritisiert - außer Du nennst Hitler einen Sozialisten.

Eine Befreiung der Menschen von ihren Zwängen kannes nur geben, wenn man das Geld frei läßt. Der Zins aufs Geld ist ein Teufelswerk!

Werde endlich Ausbeut... äh Unternehmer und resigniere nicht in deiner
selbsterfundenen Realität.

Auch als Unternehmer bin ich kein Ausbeuter. So lange ich als Unternehmer noch im eigenen Unternehmen arbeiten muß - und davon komme ich heute nicht mehr los - bin ich ein Zinszahler, der den Zins in seine Waren und Dienstleistungen einbauen muß. Als Privatkonsument bin ich auch Zinszahler. Zinsempfänger bin ich nur, wenn ich genug Geld auf der Seite habe und mein Geld arbeiten lasse. Aber dazu brauche ich wohl mehr als eine Million Euro, damit ich auch ein gutes monatliches auskommen habe und auch noch genug zusätzlich auf die Seite legen kann, damit das Geld immer mehr wird. Ich denke aber, daß man heute mehr als eine Milliarde Euro haben muß, um auf der Gewinnerseite sein zu können. Man muß eben auch rechtizeitig vom Geld in den Boden gehen, wenn das Geld in einer Inflation wertlos wird. In einer Deflation dagegen muß ich durchhalten und den richtigen Zeitpunkt abwarten um aus dem Geld zu gehen. Das kann aber nur wer, der nicht nur eine Million Euro hat. Selbst wer Milliarden hat und nicht rechtzeitig in einer Deflation ins Geld geht, kann schon in der Deflation seine Milliarden verspielen und hat dann in der beginnenden Inflation nichts mehr.

In einer Lohndeflation stecken wir doch schon heute - auch die Einzelhandelsumsätze gehen seit ein paar Jahren zurück, was ein Zeichen für eine beginnende Deflation ist. Es gibt auch schon genug Menschen, die aus ihrer ganz normalen Arbeit heute ihren Bedarf nicht mehr decken können und ergänzend Hartz IV bekommen. Ja wenn das nicht alles Zeichen einer Krise sind, die im Fehler unseres Geldes zu suchen sind, weiß ich auch nicht weiter.

So ein Zinseszinsgeld hält laut einem russischen Ökonom 50 bis 70 Jahre bis es kracht - mit Tricks, wie wir es in den USA sehen, hält es auch noch einiges länger. Es kracht aber irgendwann und das sehen wir jetzt ja auch am Dollar. Ein Imperium mit Zinseszinsgeld hält heute niemals so lange wie ein römisches Reich - das alte Ägypten hatte ja eine art Schwundgeld, das allerdings am Getreide festgemacht war. Aber das ägyptische Reich überdauerte ja auch Jahrtausende, was man dem römischen nicht nachsagend kann. Dieses expandierte und als das zu ende war kam auch die Implosion.

Ein Zinseszinssystem muß zwanghaft immer expandieren und das sieht man ja auch an der EU, die immer mehr neue Länder mit aufnimmt, damit das Geld hält.

Die USA hat ihr Geld gleich zur Weltreservewährung gemacht und sie damit expandiert. Nun implodiert das ganze, da immer mehr erdölexportierende Länder vom Dollar weg wollen.

Ein Krebsgeschwür ist ähnlich wie unser Geld. Lange Zeit bemerkt man den Krebs nicht. Bemerkt man ihn, kann es auch schon zu spät sein. Der Krebs killt sich damit auch gleich selbst. Jeses Ökosystem, das sich exponentiell auf begrenztem Raum ausbreitet, implodiert irgend wann. Der Planet Erde ist auch so ein begrenztes System, das durch das zwanghafte Wachstum der Volkswirtschaften darauf umkippen könnte. Auch unsere Wirtschaft muß mit diesem Geld zwanghaft wachsen. Ein Wirtschaftswachstum von heute 2 Prozent ist aber ein sehr viel größeres Wachstum als eins von vielleicht 6 Prozent im Jahre 1960. So ein wahnsinn kann nicht endlos gut gehen. Auch wenn das von den komischen Wirtschaftsweisen (die sind eher dumm - Fachidioten eben, die nicht nach links und rechts blicken) immer so hingestellt wird.

Und Du willst der heutigen Politik, die Dir auch in Geschlechterfragen einen Bären aufbinden wollen in Wirtschaftsfragen vertrauen? Ich verstehe nicht, wie man nur einen Teil der Politik in frage stellen kann und im anderen Bereich treudoof zugucken kann, wie die uns immer mehr versklaven ...

Außer Du hast Milliarden von Euros heute ... dann entschuldige meinen Beitrag hier. Von einer Million Euro ist nach der kommende Krise jedenfalls nichts mehr übrig, wenn Du nicht schon heute das Geld richtig anlegst. Darunter brauchen wir nicht reden: das wird weg sein. Und ich bleibe noch immer bei meiner Jahreszahl: bis Ende 2012 sind hier einige klüger. Dazu muß ich mir nur den Zerfall der Gemeinschaft ansehen.

http://www.spatzseite.de/20080518.htm


gesamter Thread:

 

powered by my little forum