Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ja, natuerlich, aber auch die des Mannes

Peter, Wednesday, 09.02.2005, 19:35 (vor 7665 Tagen) @ Melanie Sophia

Als Antwort auf: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 09. Februar 2005 16:02:39:

Nach längerer Abstinenz melde ich mich mal wieder. Ich hoffe diesmal nicht zu sehr anzuecken. Mir ist natürlich schon klar, dass Emanzipation hier eher kritisch betrachtet wird ;-)

Ich sehe Emanzipation grundsaetzlich positiv, die Emanzipation der Sklaven, die Emanzipation der Frauen und die Emanzipation des einzelnen aus seiner selbstverschuldeten Unmuendigkeit.

Das Problem an der Thematik ist, dass es keine himmelschreienden Ungerechtigkeiten mehr gibt, aber dennoch die kleinen subtilen gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Männer und Frauen, die sich summieren.

Ja, und zwar vor allem zu Ungunsten der Maenner.

Da las ich letztens in unserer Stadtzeitung, dass Armut weiblich ist.

Das ist also die Meinung eines Journalisten, die uebrigens von Statistiken ueber wirklich Arme nicht gestuetzt wird, ich habe eine andere Meinung: unter wirklich armen Menschen gibt es Frauen und Maenner und Kinder. Waehrend Kindern bevorzugt geholfen werden sollte, sollten Maenner und Frauen gleich geholfen werden. Eine Frau auf der Strasse ist nicht schlimmer als ein Mann auf der Strasse.

Sind wir Frauen fauler als die Männer, mal ganz platt und polemisch gefragt? Nein, sicher nicht.

Was macht dich da so sicher? Lese doch mal diese Diskussion und die, die dort verlinkt wurde.

Um sein finanzielles Schäfchen im Trocknen zu wissen, macht es keinen Sinn sich als Frau über Ungerechtigkeiten zu beklagen, sondern sie muss grundsätzlich von Klein auf an einen ausgeprägteren Sinn für Geld und Finanzen entwickeln, als es die bisherigen Frauengenerationen taten.

Meine Oma arbeitete bei einer Bank, regelte die Familienfinanzen und starb wohlhabend, obwohl der Krieg viel vom Familienvermoegen vernichtet hatte und mein Opa kurz nach dem Krieg starb. Unterschaetze nicht fruehere Frauengenerationen.

Ist Geschäftstüchtigkeit Männersache? Das glaube ich auch nicht.

Ich auch nicht.

Na, es gibt noch viele Beispiele, nicht nur das Thema Geld betreffend. Wieg gesagt, Armut ist ein weibliches Problem, aber auch psychische Probleme suchen vor allem Frauen heim (Depression). Daraus resultiert dann die fatalste Form der Selbstaggression (Suizid). Diese Problem gilt es zu lösen.

Maenner begehen haeufiger Selbstmord als Frauen. Was sagt dir das?

Meiner Ansicht nach kann in den meisten Bereichen nichts mehr durch eine Emanzipationsbewegung verbessert werden, sondern höchstens durch die persönliche Einstellung der Jeweiligen selbst, die zu ihrer Lebenssituation und ihrem Stellenwert in der Gesellschaft Stellung beziehen.

Das reicht vielen Maennern nicht mehr, denn Benachteiligung durch Politik und Gesellschaft muss oeffentlich bekaempft werden, nicht im privaten Kaemmerlein.

In einigen anderen kann die Feminismusbewegung uns der Gleichstellung näherbringen.

Der Feminismus hat viele Erfolge verzeichnet, die ich anerkenne, indem ich einen aktiveren Maskulismus fordere.

Gruss,

Peter


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