Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Angst vor Verantwortung?

Sven75, Thursday, 03.02.2005, 22:27 (vor 7671 Tagen) @ Beatrix

Als Antwort auf: Angst vor Verantwortung? von Beatrix am 03. Februar 2005 11:37:18:

Was für eine Angst ist das genau, die Männer davon abhält, sich die frühere Frauendomäne Haushalt und Kindererziehung zu erobern, und die Frauen abhält, sich die Männerdomäne Erwerbsarbeit zu erobern?
Angst vor Verantwortung?
Angst vor Machtkämpfen/Auseinandersetzungen mit den bisherigen Machthaber/innen?
Angst vor Kritik?
Angst davor, zu versagen?
Angst vor Machtverlust in dem Bereich, in dem sie sich sicher fühlen?
Wenn Männer aber in diesem Bereich, nämlich der Kindererziehung nicht mehr Verantwortung als bisher übernehmen, dann kommen wir aus der momentanen Schieflage nicht wieder heraus. Immer mehr Frauen sind heutzutage erwerbstätig, aber genauso wenig Männer wie zuvor betreuen und erziehen Kinder.
Das geht alles zu Lasten unserer Kinder.
Die Kinder kommen viel zu kurz und es gibt immer mehr offenkundige Probleme durch Nicht-Erziehung. :-((

Diese deine Fragestellung erübrigt im Grunde jedes weitere Eingehen auf dein Posting.

Du stellst fest, dass es zu Unsicherheiten kommt, weil die Rollen aufgeweicht und nicht mehr festgelegt sind. Soweit so gut. Aber darauf folgt sofort die femi-typische Logik, zu fragen, was denn DER MANN tun könnte, um dieses Dilemma zu beseitigen. Und wenn er denn nichts tue, müsse er ja irgendwie "Angst" haben.

Ich möchte dich bitten, zur Kenntnis zu nehmen, dass Männer im Gegensatz zu Frauen NICHT die Wahl haben zwischen Erwerbs- und Familienarbeit.
Ich möchte dich bitten, zur Kenntnis zu nehmen, dass Frauen und Gesellschaft alles tun, um zu VERHINDERN, dass Männer ihre Erziehungspflichten wahrnehmen können.
Ich möchte dich bitten, zur Kenntnis zu nehmen, dass im gleichen Zeitraum, in dem Frauen wie DU davon schwadronieren, Männer mögen doch mehr Erziehungsarbeit übernehmen, die Väterrechte kontinuierlich und rigoros abgebaut wurden.
Ich möchte dich bitten, in weiteren Postings nicht abermals den Femi-Fehler zu begehen, wieder und wieder Kinder als Schutzschild vor die weiblichen Interessen zu schieben - auch das tust du hier wieder.

Du fragst, wovor die Männer Angst haben? Vor allem davor, als Väter entrechtet, geknechtet, versklavt, diffamiert und als minderwertige Menschen diskriminiert zu werden. Denke daran, wenn dereinst kein Mann mehr Vater werden will und sowohl du als auch deine Geschlechtsgenossinnen sich fragen, warum sie keinen Mann mehr finden. IHR habt diesen Prozeß selbst in Gang gesetzt, und der Bumerang, den ihr geworfen, wird mit voller Wucht zurückkommen.

Dein Posting strotzt dermassen vor Fehlinformation, dass die Frage zu stellen ist, ob du wirklich erkunden oder nur provozieren willst - ich denke mittlerweile, dass letzteres zutrifft. Denn wenn du ach so wenig Zeit hättest, um auf Antworten einzugehen, stellt sich doch die Frage, wie es dann dazu kommt, dass du die Zeit findest, in Abständen doch recht langatmige Postings zu verfassen - unlogisch.

Aber mit der Logik hast du es ja ohnehin nicht so. Am Anfang erzählst du uns noch, beide Geschlechter würden die Leistungen des anderen nicht mehr anerkennen. Im Schluß jedoch suchst du die Schuld abermals einseitig bei den Männern, die ja nicht bereit seien, ihren Teil der Erziehungsarbeit zu übernehmen, ungeachtet der Tatsache, dass weder Frauen noch Gesellschaft dies überhaupt wollen.

Vergebene Liebesmüh.

Sven


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