Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frau Zypries will nur Euer Bestes...

Eugen Prinz, Saturday, 18.12.2004, 20:29 (vor 7718 Tagen) @ Andreas (d.a.)

Als Antwort auf: Re: Frau Zypries will nur Euer Bestes... von Andreas (d.a.) am 18. Dezember 2004 16:41:23:

Nein, das ist schon etwas anderes: Eine Geburtsurkunde ist von der Sache her eine einfache Feststellung. - Ein Vaterschaftstest hingegen erfolgt aus einem Mißtrauen heraus. Ist es eine Verbesserung, wenn dieses Mißtrauen staatlich angeordnet wird?

Ich plädiere ja nicht für einen Vaterschaftstest, sondern für eine Abstammungsurkunde. Wenn die dazu gehört wie eine Heiratsurkunde oder eine Sterbeurkunde, dann wird niemand von Misstrauen sprechen. Das Misstrauen ist dann vergesellschaftet, wenn du so willst. Das gilt ja auch für die Ehe. Hunderttausende schließen einen solchen staatlich sanktionierten Vetrag. Solche Verträge schließen doch eigentlich auch nur Leute, die sich misstrauen. Trotzdem spricht da niemand von Misstrauen.

Ich kenne mich nicht mit Deinem Privatleben aus, aber ich glaube, Du setzt ein prinzipielles Mißtrauen schon als grundsätzlich gegeben voraus.

Nein, das hat wirklich mit mir überhaupt nichts zu tun. Ich möchte ein drängendes gesellschaftliches Problem befriedigend gelöst sehen. Bisher wird es zu Lasten von Männern gelöst, und selbst diese Schraube wird immer weiter angezogen. Das ist der Weg zum Frieden nicht.

Versuch Dir doch wenigstens mal vorzustellen, daß Deine Frau, die Du wirklich liebst und von der Du auch geliebt wirst, gerade Euer Kind auf die Welt gebracht hat. - Würdest Du Dich in dieser Situation mit diesem staatlich gestellten Mißtrauensantrag auseinandersetzen wollen?

Das wäre ein ganz klein wenig zu spät. Mein Vorschlag zielt darauf ab, dass man sich diese Gedanken in diesem Moment nicht mehr machen muss. Das Paket ist ja schon geschnürt. Die Reglung mit einer Abstammungsurkunde würde ja nicht die einvernehmlichen Beziehungen belasten, sondern möglicherweise die problematischen Fälle schon im Vorfeld vermeiden helfen.

Einen schönen Gruß von Eugen


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