Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Thema unerwünscht?!

Max, Friday, 29.10.2004, 14:19 (vor 7769 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Thema unerwünscht?! von Eugen Prinz am 29. Oktober 2004 09:40:59:

Hallo eugen,

Ich habe nur ein Interesse: Die gesetzlichen Benachteiligungen der Männer zu beseitigen! Das mache ich - wenn es sein muss - zusammen mit Kommunisten, Kapitalisten, Ketzern, Katholiken...

...da frage ich mich schon, wer hier der Träumer und wer der Realist ist.
Gesetzliche Benachteiligungen von Männern sind systemimmanent, der Feminismus fast schon ein Staatsziel. Solange Frauen den Benachteiligtenstatus gepachtet haben, so lange wird eine gesetzliche Benachteiligung von Männern runtergespielt, ignoriert oder sonst irgendwie mit den "Rechten von Frauen und Kindern" begründet werden. Gesetzliche Männerbenachteiligung ist doch lediglich ein Detail in einer ganzen Reihe von "Merkwürdigkeiten", die allesamt auf einige wenige Denkfehler zurückzuführen sind. Daß das Private politisch sei, ist einer davon. Daß der Staat (bald alles) zu regeln habe, ein anderer.

Wie, bitteschön, möchtest du mit einem Kommunisten zusammen etwas beseitigen, das zur gedanklichen Grundausstattung eines Kommunisten gehört?

Anstatt nun eine gesetzliche Benachteiligung von Männern beseitigen zu wollen, halte ich es für wesentlich sinvoller, die völlig ungerechtfertigte Bevorzugung von Frauen zu beseitigen. Die typischen Benachteiligungen von Männern resultieren doch erst aus der Bevorzugung der Frauen!

Konkrete Beispiele: Anstatt in Ergänzung der Frauenquoten auch noch Männerquoten zu fordern, sollten Frauenquoten abgeschafft werden.
Anstatt eine allgemeine Dienstpflicht auch für Frauen zu fordern, sollte der Zwangsdienst für alle abgeschafft werden - usw.

Es erscheint mir doch wesentlich einfacher zu sein, die von Dir genannten Ketzer, Kapitalisten, Katholiken und Kommunisten unter einen Hut zu bringen, wenn als gemeinsames Ziel die drastische Reduzierung staatlicher Allmacht stünde und mit der zusammen - quasi in einem Aufwasch - der staatlich geförderte Weiberwahnsinn.
Die so viel geschmähten "Neoliberalen" sitzen bspw. in der Wirtschaft, in der CDU und in der FDP und haben bereits den gewissen Einfluß, den unsereiner als "Männerrechtler" noch nicht hat (und in diesem System vermutlich auch nie kriegen wird). Die erkennen den ganzen Weiberwahnsinn als das, was er ist: Ein Detail, lediglich ein Detail. Und die wissen, daß dieser Schwachsinn nach einer drastischen Deregulierung automatisch ausgespukt haben wird.

Ich weiß: "Neoliberal", "freie Marktkräfte", "Deregulierung" - usw. - das sind alles Begriffe, die einem bundesdeutschen Linken Schauer des Ekels über den Rücken jagen. Dennoch bin ich sehr dafür, diese Kräfte zu unterstützen und zwar deswegen:
Man geht gegen den Staatsfeminismus vor, ohne sich dabei die üblichen, feministischen Schlagworte, Unterstellungen und Haßparolen einzuhandeln.
Man wird als Gegner nicht direkt angreifbar und erspart sich geschlechterbezogene Pseudo-Diskussionen. Man diskutiert stattdessen über das Wohl und die Zukunft Aller, Frauen eingeschlossen.
Der totalitäre Staatsfeminismus wird quasi nebenbei mit "über die Klinge springen".

Alles in allem halte ich eine Linie, die sich pauschal gegen die Politik der Alt-Linken und deren Staatsfetischismus richtet, für effizienter, da leichter und breiter vermittelbar (einen Kurt Beck wirst du nicht davon überzeugen können, daß sein Weibsgequatsche völlig debil ist. Der bleibt lieber debil).

Wirtschaftsthemen z.B. finden ein weit größeres Publikum als reine Geschlechterthemen. Und wenn ich über die Wirtschaft den Geschlechterwahnsinn wegbekomme: Warum nicht? Wirtschaftlich liegt ja auch eine Menge im Argen. Und wenn über eine Deregulierung endlich das Kiffen legal wird: Umso besser.

Eines wird mit Sicherheit nicht gehen: Die Allmacht des Staates erhalten und dennoch gesetzliche Männerbenachteiligungen abschaffen. In diesem Staat nicht mehr.

Gruß - Max


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