Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@Nick - Gratulation, denn ...

Ekki, Monday, 25.10.2004, 14:54 (vor 7774 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Schon wieder 68... und KEIN Thema? von Nick am 24. Oktober 2004 03:35:39:

... eine Negation ist noch keine Definition.

Will sagen:

In dem, was Du an den 68ern ablehnst[/i][/u], Nick, kann ich nur jedes Deiner Worte mit meinem Herzblut unterschreiben.

Ich habe zwar die wilde erste Zeit der 68er nicht mehr miterlebt, dafür aber die - bis heute anhaltende - Phase, in der diese Leute, wie Du glänzend analysiert hast, ihre Gegner durch Ignorieren kleinhalten können, bzw. (und das ist eigentlich schon die nächste Phase) in der die Gegner der 68er aus Angst freiwillige Selbstzensur üben.

Daß ich mit dem, was Du befürwortest[/i][/u] (war nicht Gegenstand dieses Threads, aber vieler anderer Postings), über Kreuz liege, ist eine andere Tatsache. Mit diesem Hinweis will ich jedoch meine Zustimmung zu Deinen hervorragend durchargumentierten Postings in diesem Thread keineswegs[/i][/u] schmälern, und noch viel weniger[/i][/u] möchte ich diese Feststellung als "Aufhänger" benutzen, um die Kontroversen zwischen uns wieder anzufachen.

Nein, mir geht es um etwas anderes:

Es ist meines Erachtens nicht nur legitim, sondern geradezu geboten, daß zwei Personen/Gruppen, die sich in der Ablehnung (= Negation) eines bestimmten Phänomens einig sind, auch dann zur Bekämpfung dieses Phänomens zusammenarbeiten, wenn und obwohl sie wissen, daß sie sich in der Befürwortung (= Definition) dessen, was sie anstelle des abgelehnten Phänomens ablehnen, keineswegs einig sind.[/i]

Freilich, es gibt ein bedrohliches Beispiel:

Die sogenannte Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg.

Sie führte zwar zur Vernichtung des in Auge gefaßten Gegners (Hitler) und zum Aufblühen desjenigen Teils Europas, der unter die Kontrolle der West-Alliierten kam, sondern auch zur jahrzehntelangen Versklavung des anderen Teils, der unter die Kontrolle der Sowjetunion geriet.

Es ist nun wahrlich nicht Forenthema - und wäre wohl auch ein Faß ohne Boden - ob und wie es möglich gewesen wäre, zwei Fliegen (nämlich Nationalsozialismus und Bolschewismus) mit einer Klappe zu schlagen.

Ich möchte aber hoffen, daß bei dem Forenthema, dem Kampf gegen den radikalen Feminismus, alle, die dieses Ziel teilen, zusammenarbeiten.[/i][/u] Ich weiß, daß es hier manchmal auch zwischen Gegnern des Feminismus "hoch hergeht" (dieser Thread ist ein Beispiel dafür), und ich war und bin daran ja auch nicht unbeteiligt, wozu ich im Übrigen auch stehe. Aber ein dickes Fell brauchen wir hier alle, so pointiert, wie unsere Ansichten sowohl in der Negation als auch in der Definition sind. Bei alledem sollte aber der gemeinsame Feind nicht aus dem Blickfeld geraten.

Ich jedenfalls sehe für mich keinen Grund[/i], irgendeinen der Forenteilnehmer zu ignorieren, nur weil ich mich mit ihm mal in der Wolle gehabt habe. Dafür ist mir erstens[/i] der Kampf gegen den gemeinsamen Feind zu wichtig, und zum anderen[/i] empfinde ich, in der virtuellen Foren-Realität wie im realen Leben, eine über jedes taktische Kalkül weit hinausgehende, starke emotionale Verbundenheit mit allen, die irgendein mir wichtiges Ziel teilen - und mögen die Meinungsverschiedenheiten mit diesen Personen auf anderen Gebieten so groß sein, wie sie wollen.

In diesem Sinne freundliche Grüße von

Ekki


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