Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Website von Bettina Röhl

Peter, Sunday, 24.10.2004, 00:02 (vor 7775 Tagen) @ Morb

Als Antwort auf: Website von Bettina Röhl von Morb am 23. Oktober 2004 20:34:49:

Dass es Fischer war, der einst schrieb, dass ihm angesichts der RAF – Opfer Buback, Ponto und Schleyer so recht keine Tränen kommen mögen, lässt seine heutige geradezu märtyrerhafte immer wieder erklärte Schuldübernahme für die Taten der Linken schon eher komisch erscheinen. Wer genau hinhört, hört von Fischer stets den Nachsatz, dass er immer nur seine „politische „ Mitverantwortung meine, aber selbstverständlich keine individuelle, strafrechtlich relevante Schuld akzeptiere.

Gegen welchen Paragrafen soll Fischer denn verstossen haben? Dass er eine politische Mitverantwortung annimmt, ist doch schon mal was.

Gerhard Schröder verteidigte als Anwalt Horst Mahler,
einen der höchsten RAF – Gründungs – Kader.

Ich glaube, man darf es keinem Anwalt vorwerfen, dass er einen Mandanten verteidigt - das ist sein Beruf.

und auch die Mescalero - Durchgeknallten,
die klammheimlichen Freuer der Buback – Nachrufschreiber,
diese schlimmen Finger verteidigte Schröder.

Der Anwalt hat keine Mitverantwortung fuer ein Verbrechen. Erst wenn er seinen Mandanten verraet, beginge er ein Verbrechen. So ist das im Rechtsstaat.

Der Schriftsteller Erich Fried schrieb ein grausam’ Requiem
auf Siegfried Buback, das ist heute noch unangenehm.

Ich kenne es nicht, es mag schlimm sein. Aber was hat das mit Gleichberechtigung zu tun?

Gruss,

Peter


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