Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: der Mythos von der Zensur von Männerbüchern

Norbert, Monday, 05.04.2004, 14:06 (vor 7977 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: der Mythos von der Zensur von Männerbüchern von Eugen Prinz am 01. April 2004 22:37:45:

Na ganz so ein Mythos ist wohl doch nicht.
Es gab immer schon verschiedene Berichte darüber:


Wie sehr Karin Jäckel an einem Tabu rührt, wird klar, wenn sie von den Reaktionen auf ihre Bücher berichtet: Man droht ihr Mord, Entführung und Brandschatzung an, Buchhändlerinnen boykottieren ihre Werke oder erklären auf Nachfrage fälschlich, sie seien vergriffen. Verlagslektorinnen lassen Manuskripte untergehen und Verträge platzen. All dies würde sich höchst abenteuerlich anhören, wenn man ähnliche Erlebnisse nicht vielfach von anderen Autoren gehört hätte, die sich Feminismuskritik zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Man kann sich nur wünschen, dass hierzulande möglichst bald dieselbe geistige Freiheit zu verspüren ist wie in anderen Ländern. Wenn endlich einmal auch bei uns eine unbelastete Auseinandersetzung in der Geschlechterdebatte möglich ist, dann wird das auch Personen wie Karin Jäckel zu verdanken sein, die sich als Einzelne mutig einem tosenden Strom von "neosexistischer" Fehlinformation und Meinungsmache entgegengestellt haben. Spannender, aufwühlender und zugleich moralisch integrer kann ein Sachbuch kaum sein.

Nachzulesen in Novo 49

Ich habe von Reaktionen und Verhalten von Lektorinnen gelesen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Zerissene, verdreckte Mansukripte, Schimpfkanonaden, Bosheiten, usw.

Dass es wie beschrieben auch anders sein kann, nun vielleicht ist da doch auch ein Sinneswandel im Gang gekommen.
Die Reportagen über Gewalttätigkeiten von Frauen in stern-TV waren ein Anfang das Schweigen zu beenden. Wie man auch dazu stehen mag, es hat die Thematik ins Licht gebracht.

Oder man wittert aber nur ein neues Geschäft, da manche Thematiken ausgelutscht sind, das 10. Buch gegen Männer kauft man dann vielleicht doch nicht mehr. Die Konkurenz ist dann auch schon zu groß.

Dass sich Männerbücher vornehmlich an Personen verkaufen lassen, die mit dem Irrwitz der Thematik um Scheidungen konfrontiert sehen, halte ich nicht für unwahrscheinlich.
Doch gerade diesen Betroffenen fehlt es dann an Geld und Zeit.
Der Kreis schließt sich.

Gruß
Norbert


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