Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Woher das wohl kommt?

Der schöne Prinz, Saturday, 03.04.2004, 01:54 (vor 7979 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Woher das wohl kommt? von Eugen Prinz am 02. April 2004 22:14:03:

Woher das wohl kommt? Der amerikanische Männerrechtler Bly vermutet, dass in den Medien- und Marketingunternehmen neben Frauen vor allem HOMOSEXUELLE Männer, die ihre Väter und alles Männliche hassen würden, das Sagen hätten.

Ich kenne natürlich nicht die amerikanische Medien- und Marketingszene. Aber Bly scheint noch weniger die Schwulenszene zu kennen. Meines Wissens haben Schwule eine ausgesprochene Vorliebe für Männer ;-)
Auch aus vielen persönlichen Begegnungen kann ich keinesfalls bestätigen, dass Schwule, gleich welcher Ausrichtung, in irgendeiner Weise feindselig oder aggressiv gegen Heteros wären. Auch psychologisch scheint mir das nicht plausibel.
Vielleicht hassen sie die Macker, die Brutalos, die Männer, die höchstens zu Frauen freundlich sein können (solange sie dran wollen), aber die liebe ich auch nicht gerade.
Unter meinen Lesern kenne ich etwa ein Dutzend Schwule, intelligente, hellwache Burschen. Das brauchen sie auch. Genaugenommen sind sie nämlich gleich doppelt diskriminiert: Als Männer und als Schwule. Und auch was die Selbstfindung betrifft, so haben sie ungleich mehr zu leisten, als der Durchschnittshetero.
Sie haben natürlich auch ein paar Rollenvorteile: Der ganze hustle um die Weiber, "das ganze Gedöns" (Alphons Silbermann) bleibt ihnen erspart ;-)))
Und auch dies hinzuzufügen: Wenn einer ein Männerrechtler ist, dann muss das noch lange nicht bedeuten, dass er auch ein Männerfreund ist...
Eugen Prinz

Blys Buch "Eisenhans" geht sehr einfühlsam und freundlich mit der geschundenen Männerpsyche um. ;-)

Es stimmt, dass Schwule eine Vorliebe für Männer haben. Das gilt aber hinsichtlich ihrer sexuellen Ausrichtung. D.h. ihre Psyche ist eigentlich weiblich. Das sagt auch die Psychoanalyse. Danach sind Schwule - aus welchen Gründen auch immer - nicht mit ihrem Vater identifiziert. Das innere Idealbild der eigenen Identität ist eine Frau. Außerdem sollen Schwule bestimmte Hirnregionen aufweisen, die mehr Ähnlichkeit mit Frauen als mit nicht schwulen Männern haben...

Da ich diese Beweislage für überzeugend halte, war meine Frage vor allem dahingehend gerichtet, ob wirklich überdurchschnittlich viele Homosexuelle in der Medien- und Marketingszene arbeiten. Naheliegend ist diese These ja schon.

Ich frage mich, wer hinter der medialen Geringschätzung des Mannes steckt. Machos dürften es ja kaum sein. Da muss mehr dahinterstecken als der kapitalistische Drang, ein Produkt an die Frau zu bringen.

Blaublütige Grüße ;-)


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