Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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...hat viele Gruende!

Andreas, Thursday, 12.02.2004, 15:57 (vor 8029 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Man muss früher ansetzen von Emmalein am 12. Februar 2004 12:22:25:

Man muss also dort ansetzen. Warum schaffen Jungs nicht das Gymnasium? Warum sind sie in der Grundschule schlechter als die Mädchen? Warum gehen so viele von ihnen auch ohne Schulabschluss ab?
Die Antwort kenne ich nicht.
Ich wüsste sie aber gerne.
Es grüsst unwissend
das Emmalein

Das Problem liegt zu einem grossen Teil daran, dass unser Schulsystem vollstaendig feminisiert ist. Zuviele Frauen, zuwenige Maenner. Die Jungs haben gerade in den fruehen Jahren kaum maennliche Vorbilder, an denen sie sich orientieren koennen. Mittlerweile wird das auch in der allgemeinen Diskussion langsam wahrgenommen. Man scheut sich aber nach wie vor, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Waehrend an Universitaeten Frauen durch das Studium gefoerdert werden, waehrend unsere Gesellschaft permanent darueber jammert, dass zuwenige Frauen in Fuehrungspositionen anzutreffen sind, gibt es bislang nur wenige, die eine aktive Gleichstellungspolitik fuer Maenner im Bereich Erziehung fordern. Und wenn es welche gibt, dann werden sie von den Feministinnen niedergegroelt. Viel haengt auch damit zusammen, dass durch den Frauenverherrlichungswahn in Deutschland, Jungen und jungen Maennern das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein systematisch geraubt wird. Waehrend man den Maedchen beibringt, wie toll und klug sie sind, versucht man Jungs immer mehr in den Dreck zu treten, indem man ihnen einredet, wie minderwertig sie sind. Waehrend Maedchen ueberall willkommen sind (Motto der Stadt Stuttgart zum Maedchenkulturfestival 2003: "Stuttgart heisst alle Maedchen und jungen Frauen willkommen"), gibt es auf der anderen Seite T-Shirts zu kaufen mit dem Aufdruck: "Jungen sind dumm, wirf mit Steinen nach ihnen." Es ist kein Wunder, wenn die Jungs immer mehr Selbstvertrauen verlieren.

Zum anderen liegt das Problem auch darin, dass Jungen anders lernen als Maedchen. Und unser Schul- und Bildungssystem ist sehr stark auf die Art und Weise ausgerichtet, wie Maedchen lernen. Waehrend Maedchen in der Regel eher durch Wiederholungs- und Kontrollstrategie lernen, arbeiten Jungs gerne mit elaborativen Methoden, die aber an unseren Schulen kaum gefoerdert werden. Unser Schulsystem befindet sich im Grunde genommen auf Steinzeitniveau und wird beiden Geschlechtern - aber insbesondere den Jungen - in ihren Eigenarten kaum gerecht. Ich trete schon seit langer Zeit fuer ein geschlechterspezifisches Schulsystem ein, dass Staerken und Schwaechen beider Geschlechter besser beruecksichtigt.

Dann gibt es da noch einen sogenannten "Frauenbonus". Ich habe schon oefter die Erfahrung gemacht, dass an Schulen und vor allem an Universitaeten Frauen in Pruefungen besser benotet werden, weil sie eben Frauen sind. Ich habe die Vermutung, dass viele maennliche Professoren Angst haben, eine Frau nach ihrer Leistungs zu bewerten, da sie sonst Aerger mit der Frauenbeauftragten bekommen. Und welcher Professor will in unserem feministischen Staatssystem gerne als "frauenfeindlich" beschimpft werden?

Gruss
Andreas


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