Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Igitt - Frauen!

Garfield, Thursday, 11.09.2003, 20:39 (vor 8182 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Re: Igitt - Frauen! von MalSehen am 11. September 2003 16:58:28:

Hallo Malsehen!

Danke für das Lob! :-)

Vielleicht kann Xenia ja gar nichts für ihre Ansichten. Man hört doch heute überall, wie furchtbar die Frauen angeblich in früheren Zeiten diskriminiert und unterdrückt worden sind. So wundert es mich überhaupt nicht, daß viele Menschen das auch wirklich glauben.

Bei Xenia fiel mir das besonders krass auf, als sie schrieb, daß Frauen noch nicht mal lesen und schreiben konnten und deshalb kaum wußten, wen sie wählen sollten. Tatsächlich gab es schon im frühen Mittelalter Schulen, die sowohl Jungen als auch Mädchen aufnahmen. (Die Trennung nach Geschlecht setzte sich erst im späten Mittelalter durch.) Denn Kenntnisse im Lesen und Schreiben waren schon damals für beide Geschlechter wichtig. Es gab damals noch kein einheitliches staatliches Schulsystem, und viele arme Eltern konnten es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, aber das betraf Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Das wissen aber heute nur noch Menschen, die sich eben für Geschichte interessieren oder zufällig mal ein Buch darüber gelesen haben. Für alle übrigen ist völlig klar, daß Frauen früher von den Männern absichtlich dumm gehalten wurden und nicht mal lesen und schreiben konnten... Das paßt ja prima zu den radikalfeministischen Dogmen und hilft auch, die Existenz der Berufsfeministinnen zu rechtfertigen. Sie können so immer darauf verweisen, wie furchtbar es den Frauen in früheren Zeiten angeblich ging und daß die Frauen ja nur durch den heldenmütigen Kampf von Frauen wie Alice Schwarzer vor dem schrecklichen Patriarchat errettet werden könnten.

An das Blowjob-Märchen glaube ich auch nicht. Interessanterweise erzählen Frauen solche Geschichten besonders gern in Vorstellungsgesprächen und ähnlichem, wenn es darum geht, Studienabbrüche zu erklären. (Hab ich selbst schon zweimal erlebt, obwohl ich noch gar nicht viele Bewerbungen hinter mir habe.) Klar - bevor frau zugibt, daß sie einfach keine Lust mehr auf das Studium hatte und dann in schlechtem Licht dasteht, erfindet sie lieber eine Horrorgeschichte über angebliche sexuelle Belästigung, weshalb sie dann angeblich gezwungen war, das Studium abzubrechen. So als gäbe es keine Möglichkeit, ein Studium nach dem Vordiplom auch anderswo fortzusetzen, und so, als gäbe es nicht überall Frauenbeauftragte und Beratungsstellen, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als auf genau solche Fälle zu warten und die Mühlen der Justiz dann sofort anzuwerfen.

Wie Radikalfeministinnen im Dreieck springen, wenn man Alice Schwarzer als das bezeichnet, was sie nun einmal ist, nämlich als eine Frau, die geistig immer noch in den 60er Jahren lebt, nur lila Blasen von sich gibt und dafür bezahlt und geehrt wird, daß sie dazu beiträgt, die Öffentlichkeit von wirklichen Problemen abzulenken, hab ich schon zur Genüge in verschiedenen Foren erlebt. Es ist aber immer wieder amüsant. :-)

Freundliche Grüße
von Garfield


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