Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Igitt - Frauen!

Xenia, Saturday, 06.09.2003, 16:56 (vor 8187 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Igitt - Frauen! von Andreas am 30. August 2003 21:59:23:

Ja, ich kenne diesen unsäglichen Verlag, aber mach dir mal keine Sorgen wegen Goethe, ein paar Zahlen gefällig? Ich hab mal bei Amazon geschaut, wieviele Hits man so bekommt, wenn man die bekanntesten deutschsprachigen Schriftstellerinnen abruft...

Naja, Alice Schwarzer kann man wohl nicht als "Schriftstellerin" bezeichnen, höchstens als geistesgestörte Kranke. Wenn die anderen Schriftstellerinnen nicht bekannt sind, dann liegt das wahrscheinlich eher daran, daß deren "Werke" beim Lesen die Füße einschlafen lassen.

Du hast noch nie Wilhelm Meister gelesen, oder?

Zwar haben diese Leistungen unsere heutige Welt entscheidend bestimmt, >Wer kennt schon Ada Lovelace? Pauline I. zur Lippe? Bertha von Suttner? Christiane Nüsslein-Vollhard? Lise Meitner? Maria Sibylla Merian? Maria Goeppert Mayer? Hannah Arendt, Sappho oder auch nur alle von mir genannten Schriftstellerinnen weiter oben?

Offengestanden geht es mir langsam auf die Nerven, immer wieder dieselben Namen von Frauen zu lesen, deren Leistung im Grunde genommen das Mittelmaß kaum übersteigt, die aber im Zuge des heutigen Frauenverherrlichungswahns zu Göttinnen hochstilisiert werden.

Ich finde es sehr nett von dir, dass du meine These bezüglich eurer Würdigung von Leistungen, die ausnahmsweise mal von einer Frau kamen, unterstützt, aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Nebenbei bemerkt: ich bezweifle mal, dass du Pauline I. zur Lippe kennst

Lise Meitner war sicher eine gute Physikerin, aber eben nichts Weltbewegendes. Dasselbe gilt auch für Ada Lovelace. Der Kult um Ada Lovelace nimmt mittlweile sogar schon groteske Züge an. Ich kann das deswegen gut beurteilen, weil ich Informatik studiert habe und miterleben konnte, wie Ada von den politisch korrekten Frauenbeauftragten zur "Gründerin" der Informatik hochgeschaukelt wurde. Die Quotenfrau der Informatik wurde sogar als "Erfinderin der Rechenmaschine" bezeichnet, obwohl schon Wilhelm Schickard zwei Jahrhunderte vorher auf demselben Weg war. Absurder gehts ja wohl kaum. Ich bewerte Menschen nach dem was sie tun und danach, wie ihr Werk die Welt verändert. Und da schneidet ein Seymour Cray, der mit Bleistift und Papier einen Supercomputer nach dem andern entwickelte, wesentlich besser ab als eine Ada Lovelace.

Ich bi der Meinung, dass Goethe vollkommen überschätzt wird, Droste-Hülshoff war die bessere Erzählerin, Hölderlin der bessere Lyriker, Lenz der bessere Dramatiker und Schiller hat die besseren theoretischen Texte verfasst (keine Dozentin würde heute mehr den gedanklichen Wirrwarr, den Johann W. da verpatzt hat als Hausarbeit annehmen). Trotzdem gibt es heute eine Unemngen an Geld verschlingende und dabei so überflüssig wie ein Kropf seiende Goethe-Forschung, die sich mit so wunderbaren Sachen befasst, wie der Frage, ob denn nun der rechtschreibfehler in Faust II Vers hassenichgesehen etwas bedeutet oder nicht. Das ist die wahre Verschwendung von Steuergeldern

Xenia


gesamter Thread:

 

powered by my little forum