Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Problematik bei Massengentests ... und das Dilemma der Linksliberalen

Rüdiger, Tuesday, 05.08.2003, 18:16 (vor 8219 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Problematik bei Massengentests ... und das Dilemma der Linksliberalen von Garfield am 05. August 2003 10:16:55:

Klar kannst du auch ohne DNA-Datei unschuldig an einem Tatort sein und dann in Verdacht geraten. Mit DNA-Datei ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr viel höher, weil dich dann noch nicht einmal jemand sehen muß. Ein Sohlenabdruck kann nicht so einfach einer bestimmten Person zugeordnet werden.

Bevor wir das Ganze ZU negativ sehen, muß aber auch gesagt werden, daß eine DNA-Analyse auch der ENTlastung dienen kann. Vor ein paar Jahren mal im TV: Eine Vergewaltigung, in Saarbrücken, glaub ich. Wochen später wird ein harmloser Angestellter verhaftet, der dem Phantombild des Täters zufällig ähnlich sieht, er wird vom Opfer "identifiziert" und verurteilt. Später - gottlob nicht allzu lange später - erweist sich mittels DNA-Test seine Unschuld... Hätte es den DNA-Test nicht gegeben, säße der arme Kerl noch heute ....

Und so kann sich ein Täter eben auch gezielt z.B. einen Zigaretten-Stummel oder anderes DNA-Material von jemandem besorgen, von dem er oder sie weiß, daß er für die Tatzeit kein Alibi hat. Jetzt könnte man das theoretisch auch machen - aber sicher klappt das nur, wenn man weiß, daß diese Person in der DNA-Datenbank erfaßt ist. Wenn alle Menschen dort erfaßt wären, könnte man so eine Nummer mit jedem abziehen und die Ermittler so auf falsche Fährten lenken.

Wenn das zum Volkssport würde, würde man allerdings auch damit rechnen und das mit einkalkulieren, diese Möglichkeit ....

Gruß, Rüdiger


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