Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Diskussion Roman-Idee: Alte Texte 7

susu, Monday, 19.05.2003, 23:59 (vor 8296 Tagen) @ Alex

Als Antwort auf: Re: Diskussion Roman-Idee: Alte Texte 7 von Alex am 04. Mai 2003 19:02:29:

Huhu Alex.

Klingt zwar lustig, aber ich glaube nicht, dass wir das so erklärt kriegen, dass eine schlüssige Storry draus wird.

Stimmt auch wieder.

Wir sollten uns sowieso mal um den Entwicklungsweg von heute zu FW kümmern. Wie könnte sowas verlaufen?
Ich denke schon, dass jemand aus einer Generation meiner Eltern (also aus den 1940ern), der die Entwicklung bis heute nicht mitbekommen hätte unserer Gesellschaft androgynisierende Tendenzen bescheinigen würde.
Die Frage ist nun, begründen wir FW mit einer Fortsetzung dieser Tendenzen, oder konstruieren wir, wie meine erste Idee war, eine Eskalation eines Geschlechterkrieges (alá Solanas beispielsweise)... mit darauffolgender Erkenntnis, dass das so nicht geht, beispielsweise durch eine Sekte, die sich quasi "explosionsartig" verbreitet.

Wir brauchen eine Eskalation. Ich habe mal eine kurze Umfrage durchgeführt und Mehrheitlich wurde es für wenig glaubwürdig gehalten, daß sich so etwas wie unsere FW ohne großen Umbruch erklären ließe. Das stünde auch in der Tradition des feministischen utopischen Romans.

*schmunzel* ist schon was dran, trotzdem erwarte ich prinzipiell nicht von jedem Menschen die Erkenntnis über Relativität der Realität. Klar, wenn sich jemand partout nicht dazu bequemen kann, mal über den Tellerrand zu gucken, dann wird jede Diskussion sinnlos.... aber meist bevorzuge ich erst mal die Sprache des Diskussionspartners, zumindest bis einige anfängliche Dinge geklärt sind. Je nach geistiger Flexibilität und fachlicher Kompetenz, kann man danach frei reden, oder weiter dolmetschen.

Ja, aber bei kompletter Ignoranz schalte ich dann auch einfach ab. Wäre mir auch einfach zu viel Stress, wenn ich immer dolmetschen müste.

*kicher* denk ich mir... hoffe mal, das geht ohne Bombendrohungen von genderphoben Attentätern aus *g* aber dass der ein oder andere und Radikalität unterstellen wird, ist schon sicher... kam ja sogar hier schon in Ansätzen... dabei gibts SciFi Geschichten, die die Realität weit krasser verbiegen.

Vieleicht liegt es gerade daran. Je weiter eine Geschichte von der Realität entfernt ist, um so leichter kann die Leserschaft sie nicht auf sich selbst beziehen. Die X-Men Comics waren eine Metapher für die Schwarzenemanzipation, die Filme beziehen sich eher auf Queer. Wäre das ganze näher an der Wirklichkeit (also wirklich Queers statt Mutanten), dann liefe der Film nur in einigen Programmkinos.

Nochwas... ich bekam letztens irgendwo einen wütenden Post (wegen dieser Sprachgeschichte, die irrtümlich i.S.d. Feminismus interpretiert wurde), was sich die Frauen bzgl. Sprache so anstellen würden... sie hätten doch schon sämtliche Pluralformen gepachtet :-)) Was sagt man dazu?

Man sagt: Ha ha ha!

Hat das den echt geärgert? Hat er etwa den Umkehschluß genommen, er müsse ein Pferd sein, wenn er sich dort bewegt? *smile*

Ne, das ging noch. Geärget hat er sich erst, als ich nachdem wir ewig lange einen Ganztext von Kant bearbeitet hatten anfing, in meinen Sätzen wahllos "a priori" und "a posteriori" zu sagen. Allerdings warf er mit dem Wort "Paradigmenwechsel" um sich wie nix gut Wasser, wenn schon hätten wir zumindest mal kurz auf Kuhn eingehen können (ohne den Background ist das echt ein Nullwort). Wahrscheinlich sehe ich den Mitte Juni wieder, dann gibt´s wieder eine Endlosdebatte über Positivismus (den er mir immer unterstellte, was natürlich nicht stimmt) und Dekonstruktion.

Grüße
susu


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